Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeh

Thomas Quasthoffs Autobiografie

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Eine Kneipe in Hannovers Südstadt. Tommi und Micha trinken Bier und reden. «Warum soll ich meine Autobiografie schreiben?», fragt Tommi. Micha, der große Bruder, weiß es: «Super Story, alles drin: schwere Kindheit, Kampf gegen die Krake Bürokratie, Drama, Liebe, Wahnsinn. Am Ende Triumph in Amerika.» Tommi ist skeptisch. Micha lässt nicht locker. «Dann schreib du das Buch», sagt Tommi. Micha bestellt lieber noch ein Bier. Nebenbei zitieren die Jungs Goethe, Frisch, Schiller, sie sind total gebildet. Und wir sind schon mittendrin im ersten Kapitel: «Südstadt».

Es kann nur besser werden.
Thomas Quasthoffs Biografie «Die Stimme» will sich von den üblichen ­Sängerlebensgeschichten unterscheiden und tut das auch. Michael Quasthoff, der Bruder, bemüht sich um eine lässige, flapsige Schreibe. Umgangssprachlich, lautmalerisch. Da macht es brrroigh (der Presslufthammer vor Tommis New Yorker Hotel) und zapp (der Fernseher). Man knackt Bierflaschen (für die nicht ganz so Coolen: leert), man vernichtet  Wein (dito). Tränensäcke lecken, und Tante Liselotte hört man klagemauern  (soll heißen: weinen). Wenn Tommi sich einsingt, dann macht seine Stimme Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeh (das ist die ...

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Opernwelt März 2005
Rubrik: Magazin, Seite 19
von Jochen Breiholz

Vergriffen
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