Hörtheater und Literatur­oper

Zeitgenössisches Musiktheater neu auf CD

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Vielen Werken des modernen Musiktheaters gelingt es trotz erheblicher Qualitäten nach der Uraufführung nicht, auch nur ein einziges Mal neu inszeniert zu werden. Obwohl die Veröffentlichung eines Mitschnitts mit Risiko und Kos­ten, nicht zuletzt hinsichtlich der Urheberrechte verbunden ist, gibt es glücklicherweise Plattenfirmen, die sich auf zeitgenössische Musik spezialisiert haben (Wergo, Kairos, col legno) und immer wieder auch neue Opern herausbringen. Umso mehr verwundert, dass sich nun zwei dieser Labels mit der gleichzeitigen Veröffent­lichung einer Aufnahme Konkurrenz machen.

Doch Beat Furrers «Fama», dem Schnitzlers innerer Monolog des «Fräulein Else» zugrunde liegt, ist eben ein grandioses «Hörtheater für großes Ensemble, acht Stimmen, Schauspielerin und Klanggebäude», das jeden Katalog ziert. Daher beanspruchten sowohl col legno wie Kairos das ius primae noctis, was wiederum die Verschiebung der Veröffentlichung von Furrers «Begehren» bei Kairos nach sich zog.
Ob «Die Blinden» (1989 nach Maeterlinck), «Narcissus» (1992/94 nach Ovids «Me­tamorphosen»), «Begehren» (2001, nach Pavese, Eich, Vergil und Ovid), «Invocation» (nach Marguerite Duras‘ Roman «Moderato cantabile», ...

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Opernwelt Januar 2007
Rubrik: CDs, Seite 56
von Klaus Kalchschmid

Vergriffen
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