Hell und dunkel

Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg Amsterdam / De Nederlandse Opera

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Wir sollten Wagners «Meistersinger» doch bitte nicht zu ernst nehmen, forderte David Alden in einem Interview zur Premiere. Und tatsächlich kaspert sich der viel beschäftigte Brite veritabel durch die drei Aufzüge. Das ist zumindest eine Seite seiner Inszenierung, die allerdings auch immer wieder ins Dunkle, Abgründige, buchstäblich Nachtschwarze kippt. Statisten durchgeistern mit riesigen, geschwollenen Pappköpfen die Szenerie. Sie sollen wohl eine bis zur Groteske verzerrte Künstlergilde darstellen.

Die «echten» Meister sind allerdings auch eher merkwürdig, basteln an Musikinstrumenten, wippen und tänzeln. Alden zeigt hier Karikaturen, die manchmal zu (Alp-)Traumfiguren mutieren, welche vor allem den verschlagenen Sixtus Beckmesser (exzellent: Adrian Eröd) heimsuchen. Dieser Beckmesser wirkt ­äußerst seltsam. Erst trägt er ein Glitzerkleid, dann Strapse, sein finales Preislied singt er aus einem Krankenbett. Demgegenüber ist Walther von Stolzing (mit edlem Timbre: Roberto Saccà) ein harmloser Geselle, obwohl er am Ende in lohengrinhafter Ritterrüstung auftritt und mit seiner angebeteten Eva (ein akustischer wie optischer Genuss: Agneta Eichenholz) wohl für immer der ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Panorama, Seite 42
von Jörn Florian Fuchs

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54. Jahrgang, Nr 8
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin

ISSN     0030-3690
Best.-Nr.     752258


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Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 09.07.2013

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