Happy Birtwistle!
Gerhard Persché: Letztes Jahr störte der Schriftsteller Philip Hensher das Britten-Centenary, indem er die Meinung vertrat, nicht eine einzige von Brittens Opern wäre musikalisch so interessant wie «Punch and Judy». Ob Britten spürte, dass ihn da einer überflügelte und deshalb 1968 aus der Uraufführung von Harrison Birtwistles bitterbös-skurriler Tragikomödie floh?
Wiebke Roloff: Gut möglich! Dabei hatte Brittens English Opera Group ihn selbst nach Aldeburgh eingeladen.
Britten kannte Birtwistles Musik, rechnete sogar mit etwas Provokantem – aber offenbar nicht in dem Maß.
GP: Die Musik von «Punch and Judy» spiegelt jene Freiheit von Schulen und Dogmen, auf der Birtwistle seit je beharrt. Vom Adorno’schen Altern der Neuen Musik ist bei diesem Stück nichts zu spüren; im Gegenteil, Birtwistles spätere Werke – etwa «Gawain» – scheinen schneller gealtert zu sein ...
WR: Es steckt eine ungeheure Frische und Energie im Nebeneinander von Trivialem und Hochkultur. Die einzelnen Abschnitte heißen «Reisemusik» oder «Wetterbericht», aber auch «Melodrama», «Serenade», «Passionschoral» und so fort – Birtwistle spielt mit den Formen so unbefangen, wie ein Kind aus Bauklötzen Türme baut und sie ...
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Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Magazin, Seite 76
von
Müssen wir uns den Hagener Intendanten Norbert Hilchenbach als glücklichen Menschen vorstellen? So wie Albert Camus den mythischen Sisyphos und dessen hoffnungslose Mühsal in seinem berühmten Essay als Glück beschrieb? Schon bevor Hilchenbach 2007 sein Amt antrat, hatte das Haus mit Existenznöten zu kämpfen. Seither hat sich die Lage weiter verschärft, doch der...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
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– Die Banditen: 2., 4., 6., 9.
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F...
Glucks «Orfeo ed Euridice» ist nach dem Brüsseler «Parsifal» von 2011 die zweite Oper, die Sie inszenieren. Warum haben Sie sich erst so spät dieser Gattung zugewandt?
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