Hadern mit dem Augenschein

Dass die Oper im hohen und höheren Norden schwer Fuß fassen konnte, hat vielfältige Gründe

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In diesem Jahr feiern gleich drei bedeutende Komponisten aus dem Ostseeraum einen runden Geburtstag: Jean Sibelius, Carl Nielsen und Alexander Glasunow. Dass ihnen alles Theatralische fremd gewesen wäre, kann man nicht behaupten. Doch für die Opernbühne interessierten sie sich, wenn überhaupt, nur am Rande. Der ganze Stil sei «banal», urteilte Sibelius. Ein Gefühlskraftwerk à la Wagner oder Puccini brauche niemand, meinte Nielsen (der die Gattung gleichwohl um zwei Werke bereicherte). Und Alexander Glasunow hatte vieles, aber keine Lust auf Musiktheater.

Warum eigentlich? Überlegungen zu einer Hemmung, die sich vielleicht erschließt, wenn man den Zusammenhang von Adel, Algenwuchs und Orgelbau, von Kirchturmhöhen und Lichtfall im hohen Norden einbezieht.

 

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Opernwelt Jahrbuch 2015
Rubrik: Sibelius, Nielsen, Glasunow 150, Seite 74
von Jan Brachmann

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