Ein Operntag und «Wien um 1900»

Der Kulturkanal arte bietet im Monat Mai 2011 ein ambitioniertes Musikprogramm

Opernwelt - Logo

Während ARD und ZDF längst keine ganzen Opern mehr ausstrahlen, blüht die Gattung auf arte. Neben den ohnehin regelmäßigen Übertragungen haben sich die Programmplaner für den Monat Mai etwas Besonderes ausgedacht. Weil am 7. und 8. Mai 2011 die «Europäischen Operntage» stattfinden, an denen sich über 100 Häuser des ganzen Kontinents beteiligen, sendet arte am 7. Mai einen ganzen Operntag. Moderiert wird er von Diana Damrau. Es beginnt um 8.

50 Uhr mit Massenets «Werther» (mit Jonas Kaufmann), gefolgt von Auszügen aus dem Abschiedskonzert für Ioan Holender aus der Wiener Staatsoper (11.35 Uhr). Um 12.20 Uhr kommt «Rigoletto» aus Dresden (mit Damrau und Flórez). Nach «Don Pasquale» (14.40 Uhr) und einer Sendung über die Welt von «Porgy and Bess» steht als Finale «Adriana Lecouvreur» aus Covent Garden (mit Gheorghiu und Kaufmann) an.

Damit nicht genug. Von 15. bis 29. Mai hat sich arte das Thema «Wien um 1900» vorgenommen. Äußerer Anlass ist Gustav Mahlers 100. Todestag am 18. Mai. Am Abend dieses Tages wird arte live dabei sein, wenn Claudio Abbado mit den Berliner Philharmonikern «Das Lied von der Erde» aufführt, Gesangssolisten sind Jonas Kaufmann und Anne Sofie von Otter. Am 29. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Mai 2011
Rubrik: Magazin, Seite 71
von

Weitere Beiträge
Gut gesagt ist halb gesungen

Frau Poplavskaya, in Ihrer Berliner «Traviata» konnte man eine Menge ungewöhnlicher Details hören. Zum Beispiel haben Sie die Zeile «Croce e delizia al cor» im ersten Akt jedes Mal anders gesungen und damit die emotionale Entwicklungskurve Violettas markiert. Machen Sie so etwas spontan?
Ja, ich arbeite auf der Bühne immer spontan. Und ich freue mich, wenn ich dabei...

Arbeit am Märchen

Engelbert Humperdinck, gewöhnlich auf vorweihnachtliche Aufführungen von «Hänsel und Gretel» reduziert, hatte ein enges, aber keineswegs einfaches Verhältnis zum Märchen. Das zeigt allein die Frage, welchem Genre sich seine entsprechenden Arbeiten zuordnen lassen. So werden «Die sieben Geislein» in ihrer Besetzung für Kinderchor, Sopran- und Bass-Solo mit...

Notizen aus der Provinz

Eine gute Oper zu komponieren, dürfte kaum je so schwer gewesen sein wie im Deutschland des ausgehenden 18. Jahrhunderts: Zwischen Gluck und Mozart, dem deutschen Singspiel und der französischen Revolutionsoper gelang es kaum einem der zahlreichen Hofkomponisten, die oft noch mit den Formmodellen der späten Opera seria groß geworden waren, zu einem markanten...