Ein Kessel Buntes

Rolando Villazón kuratiert seine erste Mozart­woche in Salzburg – mit Pantomime, Kabarett, Schattenspiel, Marionetten und einem Spektakel aus der Theatermanufaktur von La Fura dels Baus

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Zum Glück besitzt Rolando Villazón viele Talente. Seit er sich als Sänger immer mehr zurückziehen muss, lebt er diese umso stärker aus: Regisseur, Autor, Fernsehmoderator, Rollenmodell und Mozart-Botschafter. In Salzburg fügt er seinem Portfolio nun für fünf Jahre die Intendanz der seit 1956 jährlich rund um des Komponisten  Geburtstag stattfindenden Mozartwoche hinzu. Und will bei dieser Gelegenheit nur Mozart aufführen, mit wechselnden Schwerpunkten.

Damit kehrt er zu den Ursprüngen der ehrwürdigen, gleichwohl länger schon auch für andere Epochen offenen Veranstaltung zurück.

Mozart bringe die Menschen zusammen, ist des Sänger-Intendanten Credo. Das bedeutet vor allem, an die Peripherie und auf die Plätze der Stadt zu gehen, wo Villazón selbst mexikanische Geburtstagsständchen darbrachte: insgesamt 60 Veranstaltungen in elf Tagen. Er bezog etwa einen Veranstaltungssaal in einem Einkaufszentrum ein, wo das amerikanische Kollektiv «Catapult» ein die Sinne verblüffendes Schatten-Tanz-Theater als nettes «Mausical» mit Salzburg-Flair darbot. Oder er aktivierte alternative Kulturstätten, wo mit einer sprachartistischen Performance der nasalierend-scharfzüngigen, dabei dem Fäkalen ...

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Opernwelt März 2019
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Karl Harb

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