Im Labyrinth

Schubert: Fierrabras
Bern | Stadttheater

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Schuberts «Fierrabras» ist und bleibt ein Schmerzenskind, der neuerliche, sehr ehrenwerte Rettungsversuch durch das Konzert Theater Bern bestätigt es. Mario Venzago, Chefdirigent des Berner Symphonieorchesters und als solcher immer wieder mit anregenden Produktionen an der Ausstrahlung des Hauses beteiligt, weiß um die Problematik, liebt aber Franz Schuberts Oper nun einmal. Zusammen mit Regisseur Elmar Goerden gelangte er zu der Auffassung, dem Werk sei aufzuhelfen, wenn die Musik für die dramatische Wirkung stärker nutzbar gemacht würde.

Tatsächlich stehen in «Fierrabras» die zum Teil wunderschönen musikalischen Nummern weitgehend beziehungslos nebeneinander – verbunden durch gesprochene Texte, wie es dem deutschen Singspiel entspricht. Um hier mehr Kitt zu schaffen, hat Venzago auf verschiedenen Ebenen in die Partitur eingegriffen. Die Bearbeitung wird auch durch die (etymologisch korrekte und auf eine der Vorlagen rekurrierende) Schreibweise des Titels – «Fierabras» – angezeigt.

Zunächst verstärkte er die Effekte der Bühnenmusik, sodass etwa die Trompeten- und Hornsignale deutlicher heraustraten und vehement an Beethovens «Fidelio» als großes Vorbild erinnerten. Auch das ...

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Opernwelt März 2019
Rubrik: Panorama, Seite 34
von Peter Hagmann

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