Editorial, Februar 2012
Preise zu melden ist normalerweise eine Sache für den Info-Teil der «Opernwelt»-Hefte. Doch in diesem Fall müssen wir eine Ausnahme machen: Die Gesangsabteilung der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ist mit dem «Hessischen Hochschulpreis für exzellente Lehre» ausgezeichnet worden. Sie erhält damit den höchstdotierten deutschen Hochschulpreis (150 000 Euro); ihr Antrag setzte sich gegen 88 Mitbewerber durch. So weit die Meldung.
Was ist daran so besonders?
Ganz einfach: In Frankfurt wurde über alle Selbstvermarktung und den Exzellenz-Wettbewerb der Hochschulen hinaus mit ein paar Tabus gebrochen. Gesang zu unterrichten war und ist seit jeher eine intime Angelegenheit: Nie ist der Mensch so nackt, wie wenn er singt, sagt man. Wenn er zu singen lernt, ist er nackter als nackt. Außerdem bedeutet eine Stimme zu bilden: einen Menschen zu bilden. Die Verantwortung der Lehrer ist also groß, das Verhältnis zum Schüler ein persönliches. Es spielt sich im Einzelunterricht ab. Dagegen spricht nichts außer einer Gefahr: Der Schutzraum schließt sich oft hermetisch nach außen ab. Lehrer und Schüler verlieren den Anschluss an die Praxis, stellen utopische Langzeitpläne für ...
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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann
Erich Wolfgang Korngolds Oper «Die tote Stadt» ist ein Reißer sondergleichen, mit allen Ingredienzen einer Erfolgsoper, und ganz zu Recht neuerdings wieder viel gespielt. Allerdings verbindet sich mit diesem Werk auch einer der traurigsten Opernmitschnitte, vergleichbar nur mit den Aufnahmen der letzten öffentlichen Auftritte von Maria Callas. Die Doppelrolle des...
ARTE
1./7./13.2. – 6.00 Uhr
Das Trio Wanderer interpretiert Liszt und Chopin.
2.2. – 6.00 Uhr
Flötenkonzert zum 300. Geburtstag Friedrichs d. Gr.
Kammerphilharmonie Potsdam, Trevor Pinnock. Solist: Emmanuel Pahud.
3./9.2. – 6.00 Uhr
Lang Lang spielt Liszt.
Liebestraum, Paganini-Etüden u....
Als Kassenfüller scheint sich das Stück nicht so recht zu eignen. In Saarbrücken verlieren sich 250 Besucher in der Donnerstagsvorstellung, tags drauf in Hannover ist der Saal bestenfalls halbvoll – trotz jeweils guter Besprechungen. Dass «Ariadne auf Naxos» bei Kritikern beliebter ist als beim Publikum, mag mit der Struktur der Oper zusammenhängen. Der Kunstsinn,...
