Drei tolle Tage

Warum Mozarts «Le nozze di Figaro» in Frankfurt, Zürich und ­Heidelberg so unterschiedlich ausfällt |

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Figaro› wird von Musik-Kennern am meisten geschätzt. An Gedanken-Reichtum gleicht er dem ‹Idomeneo›, an Originalität weicht er keiner anderen». So wusste es vor mehr als zweihundert Jahren Franz Xaver Niemetschek, Augenzeuge der enthusias­tisch aufgenommenen Prager Erstaufführung der Oper. Ganz falsch ist das Urteil des ersten Mozart-Biografen auch heute nicht. Dafür spricht allein die Statistik des Bärenreiter-Verlags, der über die Aufführungsrechte an der (von praktisch allen Bühnen verwendeten) Neuen Mozart-Ausgabe verfügt.

An der Spitze standen dort im Mozart-Jahr 2006 jene Opern, die seit jeher fest im Repertoire verankert sind: «Don Giovanni» mit 48 Einstudierungen, «Die Zauberflöte» mit 42, «Così fan tutte» mit 35, «Le nozze di Figaro» mit 32 und «Die Entführung aus dem Serail» mit 32. Aufschlussreich allerdings, dass Schmerzenskinder wie der «Idomeneo» mit 40 und selbst «La clemenza di Tito» mit 32 Inszenierungen sich in dieser Spitzengruppe behaupten konnten. Das war vor fünfzig Jahren noch undenkbar.
Einher mit dieser Ausweitung, und das ist das eigentlich Überraschende, ging aber auch eine Umwertung des Mozart-Kanons, die gerade die Da-Ponte-Trilogie betrifft. Hier hat ...

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Opernwelt Mai 2007
Rubrik: Im Focus, Seite 10
von Uwe Schweikert

Vergriffen
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