Die Kunst bleibt

Leoncavallo: Zazà
London | Opera Holland Park

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Für Leoncavallos «Zazà» hat sich im vergangenen Sommer bereits Mark Elder mit seiner Opera rara-Einspielung starkgemacht – der Verismo-Vierakter (1900) war nach einem beachtlichen internationalen Anfangserfolg in den 1920er-Jahren aus der Mode gekommen. Jetzt zeigt Opera Holland Park in London, dass die Künstleroper mehr ist als eine «Traviata» zweiter Klasse. Erzählt wird das Schicksal der temperamentvollen Sängerin Zazà, die mit Milio anbändelt und sich eine Weile im siebten Himmel wähnt. Was sie nicht ahnt: Er ist verheiratet.

Als Ex-Lover Cascart ihr die Augen öffnet, fährt sie nach Paris, wo sie Milios Tochter Totò begegnet. Während das Kind Klavier übt (was Leoncavallo geschickt in die Komposition einbezieht), wird Zazà klar, dass sie verzichten muss. Später stellt sie Milios Liebe mit der Behauptung auf die Probe, sie hätte seiner Frau alles erzählt ...

Während die Stückwahl so mutig ist, wie man es von der OHP kennt, geht es auf der breiten Bühne bodenständig zu – es wird solide erzählt statt groß gedeutelt. Regisseurin Marie Lambert und Bühnenbildnerin Alyson Cummins reihen links und rechts von Zazàs chaotischer Garderobe Nebenschauplätze auf, damit auch die Zuschauer ...

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Opernwelt September/Oktober 2017
Rubrik: Panorama, Seite 68
von Wiebke Roloff

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