Die Bäume blühen wieder

Eindrücke und Geschichten vom Spoleto Festival

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Gian Carlo Menotti ist ein junger Mann, als er auf die Frage, wie er es geschafft hat, die Bürokratie zu überwinden, um in einer kleinen Stadt im grünen Herzen Italiens ein neues Festival ins Leben zu rufen, antwortet: «Glaube, Beharrlichkeit und Glück». Man schreibt das Jahr 1959, Menotti arbeitet schon seit mindestens drei Jahren an der Idee, völkerverbindende Festspiele in Spoleto zu etablieren, die nicht nur aus Musik, sondern auch aus Tanz, Schauspiel und Bildender Kunst bestehen.

Den Auftakt bildet seinerzeit Verdis «Macbeth» unter der musikalischen Leitung von Thomas Schippers; Regie führte Luchino Visconti, die Ausstattung besorgt Piero Tosi, der auch bei vielen Visconti-Filmen mitwirkte.

So begann eine bedeutende Geschichte, in der internationale Künstlerinnen und Künstler in der umbrischen Stadt künstlerische Werke schufen, die zur Entprovinzialisierung der italienischen Kultur beitrugen. Perfekt einfangen wird diese Mischung aus Kunst und Weltoffenheit, die das Spoleto der 1960er-Jahre ausmachte, in der kleinen Fotoausstellung «Gli anni Menotti 1958–1998» in der alten Monte di Pietà. Zugänglich gemacht wurden die Exponate durch eine umfassende Katalogisierung und ...

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Opernwelt August 2023
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Stefano Nardelli

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