Der Strippenzieher
Der Film zeigt sein Lebenswerk. Kein Wunder, dass Toni Schmid ein wenig angespannt ist. «Ganz große Oper» heißt der Streifen, eine 90-minütige Hochglanzdokumentation über die Bayerische Staatsoper. Seit Anfang Juni läuft sie in rund 80 Kinos. Die Premiere beim Dok.Fest München fand auf der Bühne der Staatsoper statt. Das schafft nicht jeder.
Ein Bildband für die Großleinwand ist der Film geworden. Er gewährt Einblick in den Betrieb hinter den Kulissen, mit unbeschränktem Zugang zu allen Bereichen und den Stars des Hauses.
Intendant Nikolaus Bachler und sein Vorgänger Sir Peter Jonas geben Interviews, ebenso der einstige Generalmusikdirektor Zubin Mehta, Anja Harteros, Jonas Kaufmann, der, in München geboren, Weltkarriere machte und hier einige triumphale Abende hatte. Auch Ballettdirektor Igor Zelensky kommt zu Wort. Die Kamera begleitet Proben von Marius Petipas Ballett «La Bayadère», Verdis «Maskenball», Wagners «Die Meistersinger von Nürnberg» und Rameaus «Les Indes galantes», selbst Orchesterproben mit dem jetzigen, notorisch kamera- und interviewscheuen Generalmusikdirektor Kirill Petrenko. Auch das gelingt nicht jedem, genau genommen: niemandem außer Schmid.
Toni Schmid, ...
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Opernwelt Juli 2017
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Florian Zinnecker
Herr De Marchi, was hat sich geändert durch die neue Organisation?
Nichts. Wir genießen weiterhin totale Freiheit. Die Situation ist wie in der Vergangenheit: Wenn die große Opernproduktion ein bisschen umfangreicher und aufwändiger ist, müssen wir die anderen Produktionen etwas kleiner gestalten oder gegebenenfalls eine weglassen. Wir haben weiterhin einen eigenen...
Pforzheim feiert, mit gutem Grund. Man begeht den 250. Jahrestag der Eröffnung einer Uhrenmanufaktur. Lange Zeit war die Stadt im Schwarzwald ein Zentrum der Schmuckproduktion. Doch die meisten Jobs in dieser Industriesparte wurden seit den 1980er-Jahren abgebaut. Die Arbeitslosenquote ist die höchste in Baden-Württemberg.
Das hat Auswirkungen auch auf das...
Als Liedsänger hat sich der griechische Bariton Tassis Christoyannis auf das französische Repertoire der «Mélodie» spezialisiert. Nach vier vorausgegangenen (Félicien David, Benjamin Godard, Édouard Lalo und Camille Saint-Saëns gewidmeten) CDs, die alle beim Label Aparte erschienen sind, überrascht er nun mit einer ausgesprochenen Rarität. Den Namen Fernand de La...
