Auf Goldsuche

Nun mit «Cardillac»: Das Theater Pforzheim trotzt schwierigen Verhältnissen dank kontinuierlicher Ensemblearbeit

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Pforzheim feiert, mit gutem Grund. Man begeht den 250. Jahrestag der Eröffnung einer Uhrenmanufaktur. Lange Zeit war die Stadt im Schwarzwald ein Zentrum der Schmuckproduktion. Doch die meisten Jobs in dieser Industriesparte wurden seit den 1980er-Jahren abgebaut. Die Arbeitslosenquote ist die höchste in Baden-Württemberg.

Das hat Auswirkungen auch auf das Städtische Theater: Die Besucherzahlen sanken in den letzten zehn Jahren von 142 000 auf 100 000. Die Menschen haben weniger Geld in der Tasche.

Zudem stammt ein großer Teil der Bevölkerung aus Kulturen, in denen Theater und Oper nicht genuin verankert sind; mehr als die Hälfte hat einen Migrationshintergrund.

Thomas Münstermann, seit 2015 Intendant des Theaters, ist sich der Schwierigkeit der Lage bewusst: «Was man in Pforzheim erlebt, ist wie eine Laborsituation für den gesellschaftlichen Wandel im ganzen Land.» Um die Identifikation der Bevölkerung mit dem Haus zu stärken, setzt Münstermann auf das Ensemble. Sängerinnen und Sänger, die fest an einem Haus sind, werden zu bekannten Gesichtern, für die man sich in der Stadt interessiert. Und noch etwas ist Münstermann und seinem GMD Markus Huber wichtig: Qualität. Beleg hierfür ...

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Opernwelt Juli 2017
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Thomas Rothkegel

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