Innere Dramatik

Bremen, Wagner: Tristan und Isolde

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Glanzvoller Abschluss der Ära Pierwoß in Bremen: Mit einer orchestral hinreißenden «Tristan»-Premiere endete eine für die Hansestadt denkwürdige Musiktheater-Epoche, in der die Bremer Oper mit maßstabsetzenden Inszenierungen und bedeutenden sängerischen wie dirigentischen Leistungen immer wieder auch überregional von sich reden machte: Wir werden im Jahrbuch «Oper 2007» ausführlich Bilanz ziehen.


Besonders profilieren konnte sich in letzter Zeit der für den abhanden gekommenen GMD als musika­lischer Leiter des Hauses amtierende Stefan Klingele, der jetzt auch dem «Tristan» seine persönlichkeitsstarke Handschrift aufprägte. Eine aus dem ruhigen Bewusstsein um großräumige Strukturen wie um Steigerungs- und Wirkungsmöglichkeiten im Einzelnen heraus musizierte Interpretation, basierend auf dem stets durchsichtigen und klaren, dabei immer auf eine außergewöhnlich hohe Klangkultur zielenden Spiel der Bremer Philharmoniker. Klingeles «Tristan» ist nicht von äußer­licher, sondern von innerer Dramatik geprägt – gelassen, ohne Hektik, trotzdem von einer immensen Spannung. Eine Leistung, die eine für die Jugend des Dirigenten erstaunliche Reife dokumentiert.
Dazu eine Sängerbesetzung, die ...

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Opernwelt Juli 2007
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Gerhart Asche

Vergriffen
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