Bloß keine «German Angst»
Kurz vor dem Ernstfall musste die Trophäenschau helfen. Waltraud Meier und Johan Botha erschienen leibhaftig bei der Pressekonferenz der Bayerischen Staatsoper in Tokio. Als Beweise, als Signal: Ja, die Stars sind tatsächlich da. Ganz so einfach ist es nämlich nicht mehr mit den Japan-Gastspielen westlicher Renommierhäuser. Karten werden zwar gekauft, die Musikfreunde zögern aber, wie die Bayern mit ihren drei Tourneeproduktionen «Lohengrin», «Ariadne auf Naxos» und «Roberto Devereux» erlebten mussten.
Günstige Tickets sind schnell weg, die teuren bis zu umgerechnet 570 Euro aber oft ein Fall für die Abendkasse.
Die japanischen Opernfans sind verunsichert. Zwar hat sich das Leben in Tokio nach den Katastrophen im Frühjahr normalisiert. Doch was bei potenziellen Kartenkäufern ankommt, ist vor allem diese Nachricht: Die Stars haben Angst, viele bleiben weg. Das Met-Gastspiel musste ohne Anna Netrebko, Joseph Calleja und Jonas Kaufmann auskommen; Letzterer hat auch den «Lohengrin» im Rahmen des Münchner Gastspiels abgesagt. Ein Knoten in der Brust, entschuldigt er sich auf Plakaten vor der NHK-Halle. «Health first», schreibt er da über seine Operation. Ausgerechnet jetzt, raunt es im ...
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Opernwelt November 2011
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Markus Thiel
Es ging in der Vorlesung nicht um Oper. Dennoch eignete der Aktion von drei Studentinnen der Uni Frankfurt, die im April 1969 vor Theodor W. Adorno provokativ ihre Brüste entblößten, etwas definitiv Opernhaftes. Dabei hatte der Philosoph das Genre längst für tot erklärt, sei es doch «das Paradigma einer Form, die unentwegt konsumiert wird, obwohl sie nicht nur ihre...
ARTE
2./8./14.11. – 6.00 Uhr
Valeriy Sokolov spielt Bartók.
Film von Bruno Monsaingeon. Mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman.
4./10.11. – 6.00 Uhr
Pierre-Laurent Aimard
spielt Liszt. Klavier-Festival Ruhr 2011.
6.11. – 11.05 Uhr
16.11. – 6.05 Uhr
22./28.11. – 6.00 Uhr
Prokofjew – Das unvollendete Tagebuch.
Dokumentation von Yosif Feyginberg.
6.11. – 19.15 Uhr
...
Herr Mehta, Ihrem Namen nach entstammen Sie einer Familie, die von den Musen geküsst ist. Konnten Sie überhaupt etwas anderes werden als Künstler?
Zubin Mehta, der Cousin meines Vaters, sollte ursprünglich Arzt werden. Dann ist er Musiker geworden. Bei mir war es so, dass ich mir nie vorstellen konnte, etwas zu tun, das nichts mit Musik zu tun hatte. Ich komme aus...
