Bewegend in Moll

Ein Dokumentarfilm zeigt Hermann Prey von ungewohnter Seite

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Dazu gehört Mut: Zum 80. Geburtstag von Hermann Prey hat sich seine Familie kein ehrpusseliges TV-Denkmal gewünscht, sondern ein Porträt aus der teils freudesatten, teils aber auch schmerzlichen Erinnerung – und dazu den wichtigsten Teil selbst beigetragen. Martin Blum und Michael Harden haben die Idee aufgegriffen und sensibel umgesetzt. Man sieht den Bariton also nicht eine Minute in Fernseh-Shows, durch die er populär wurde, auch nicht in seinen Filmen (etwa Ponnelles «Carmina Burana» und «Figaro») oder in der legendären Salzburger «Così».

Man sieht ihn, live singend, nur ganz am Ende seines Lebens: 1997 bei Schubert-Liederabenden in Tokio, nur noch phrasenweise mit dem alten Schmelz, aber ganz verinnerlicht in der Rolle des plastisch erzählenden Barden. Und man sieht ihn auf privaten Filmen: Das Hobby hatte er mit seinem Freund Fritz Wunderlich gemeinsam.
Neben Jonas Kaufmann und Thomas Hampson kommt die Familie zu Wort. Und die berichtet überraschend offen vom Leben mit einem Weltstar. Witwe Barbara erzählt, wie schnell ihr Mann Kinder wollte und wie wenig er bereit war, auch nur einen Deut seiner Karriere dafür aufzugeben. Auch von seinen teils wochenlangen Depressionen ist ...

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Opernwelt September/Oktober 2009
Rubrik: Medien, Seite 49
von Stephan Mösch

Vergriffen
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