Auf 99 Jahre

Daniel Barenboim eröffnet in Berlin den Konzertsaal seiner Musikakademie

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Das Beste kam zum Schluss. Jedenfalls für den Hörer in Block J, Reihe 2, Platz 12, oben auf der gewellten Rang-Ellipse. Ein Stück für drei Klaviere, drei Harfen und drei Schlagzeuger von Pierre Boulez, «sur Incises». Hier mischte sich zu irisierend wogenden, explosiv-delikaten Gespinsten, was zuvor – bei Mozart (Es-Dur-Quartett KV 493) zum Beispiel oder bei Schubert («Der Hirt auf dem Felsen» für Sopran, Klarinette und Klavier) seltsam unausgeglichen wirkte: der Raumklang des neuen Konzertsaals im ehemaligen Kulissendepot der Berliner Staatsoper.

Es wird wohl noch einige Zeit vergehen, bis die Musiker des neu gegründeten Boulez Ensembles sich auf die akustischen Tücken der gleichfalls nach Boulez benannten, luftig eleganten salle modulable eingestellt haben, die Star­architekt Frank Gehry als variabel nutzbares Oval mit maximal 682 Plätzen in den Schuhkarton des alten Paulick-Baus zauberte.

Knapp 34 Millionen Euro hat der fünfjährige Umbau des alten Magazingebäudes für die private Barenboim-Said-Akademie gekostet, die seit Dezember 2016 junge Musiktalente aus arabischen Ländern und Israel ausbildet. Zwei Drittel dieser Summe steuerte der Bund bei, er wird auch die Betriebskosten ...

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Opernwelt April 2017
Rubrik: Magazin, Seite 82
von Albrecht Thiemann

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