Apropos... Stabwechsel
Herr Schulz, Sie haben bereits seit zwei Jahren an der Staatsoper gearbeitet, zunächst als designierter Intendant, seit September 2017 als Ko-Intendant neben Jürgen Flimm. Ab dem 1. April sind Sie nun endlich alleine auf dem Posten. Wie fühlt sich das an?
Fantastisch! Der Moment könnte nicht besser sein. Zum einen ist das Haus nun frisch saniert, zum anderen wächst mit dem Humboldt Forum im wieder aufgebauten Stadtschloss etwas ganz Großes in unmittelbarer Nachbarschaft.
Die Staatsoper hat gerade die Chance, das neue Zentrum des historischen Berliner Zentrums mitzugestalten. Ich springe gewissermaßen auf einen fahrenden Zug auf.
Jürgen Flimm tritt ab, aber Daniel Barenboim bleibt da. Stimmt es, dass an der Staatsoper der Generalmusikdirektor hierarchisch über dem Intendanten steht?
Formal stimmt das nicht, da stehen Intendant und Geschäftsführer an der Spitze. Aber Daniel Barenboim prägt dieses Haus seit 1992 maßgeblich und treibt seitdem die Entwicklung von Orchester, Chor und Ensemble, ja der gesamten Institution, voran. Er ist der künstlerische Leitstern. Aber er weiß auch, dass so ein Haus die unterschiedlichsten Impulse braucht. Diese Akzente setze ich. Wir sind da in einem ...
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Opernwelt April 2018
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Frederik Hanssen
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