Apropos... Marathon

Catherine Foster sang, noch ehe sie sprechen lernte. Die britische Mädchen­stimmexpertin Pamela Cook brachte sie auf die Profi­laufbahn, zehn Ensemblejahre in Weimar waren eine gründliche Schule nicht zuletzt im deutschen Fach. Heute ist sie als Abigaille, Elektra und Turandot unterwegs – vor allem aber, von Barcelona bis Bayreuth, als Wagners stolze Brünnhilde

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Catherine Foster, bevor Sie Sängerin wurden, haben Sie als Hebamme gearbeitet. Macht Sie das zu einem geerdeten Menschen?
Vielleicht. In meiner Familie kam es auf einen soliden Beruf an, und Singen gehörte sicher nicht in diese Kategorie. Ich habe 257 Babys auf die Welt gebracht. Diesen Job aufzugeben war keine leichte Entscheidung. Als ich meine Kündigung zur Post brachte, wäre ich fast noch einmal umgekehrt. Aber meine Lehrerin hatte mich vor die Wahl gestellt: Wenn du wirklich singen willst, dann musst du das jetzt hundertprozentig machen.



Diese Lehrerin, Pamela Cook, brachte ihren Mädchenchor Cantamus 2006 in die Britischen Charts – mit «Everybody’s Gotta Learn Some Time». Sie haben zwanzig Jahre lang bei ihr gelernt ...
Leider ist sie 2013 gestorben. Feedback ist ein Muss, egal, wie weit fortgeschritten eine Karriere ist – die eigene Perspektive reicht einfach nicht. Was Stimmbildung und Technik betrifft, war Pamela unfassbar gut. Sie hat mir alles beigebracht, wirklich alles! Dass man zum Singen nicht bloß eine Stimme braucht, sondern auch die richtige Einstellung. Sich ein echtes Fundament erarbeiten muss. Deshalb bin ich so lange im Weimarer Ensemble geblieben: Ich wollte ...

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Opernwelt Mai 2015
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Wiebke Roloff

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