Apropos... Belcanto
Rossini in Pesaro dirigieren – ist das schwerer oder leichter als anderswo?
Es gibt dort ein großes Verständnis für diesen Komponisten, das macht es leicht. Andererseits muss man mit den Orchestern, die aus der Symphonik kommen, stilistische Dinge klären oder die Balance zur Bühne. Nehmen wir das berühmte Rossini-Crescendo: Da lasse ich während der ersten Takte immer nur die Hälfte der Musiker spielen, dann erst das Tutti. Das habe ich von Claudio Abbados «Cenerentola»-Material gelernt. Ein wunderbarer Effekt. Aber den muss man manchen Musikern erst erklären.
Der Belcanto birgt eben ein paar Geheimnisse ...
Ist Pesaro mit Bayreuth zu vergleichen? Das Publikum besteht aus Insidern, alle wissen, wie es sein soll.
Genau. Pesaro unterscheidet sich allerdings in einer Sache: Dort wird ein viel größeres Repertoire gespielt. «Moïse et Pharaon» ist ein selten aufgeführtes Meisterwerk, eine Grand Opéra, die kaum etwas mit dem «Barbiere» zu tun hat. Gerade dieses Repertoire interessiert mich derzeit.
Liegt Rossini italienischen Dirigenten besser als anderen? Ist das ein Klischee? Oder hängt doch, wenn man an Nikolaus Harnoncourts Begriff der Klangrede denkt, Entscheidendes an der Sprache ...
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Opernwelt März 2020
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Markus Thiel
arte
01.03. – 17.40 Uhr
Maurizio Pollini spielt Beethoven: Klaviersonaten Nr. 31 und 32
Herkulessaal der Münchner Residenz, 2019
01.03. – 23.55 Uhr
Mozart: Thamos, König in Ägypten
La Seine Musicale, 2018, ML: Equilbey, I: Soulard, S: Piau, Martin, Van Mechelen
09.03. – 05.00Uhr
Wagner: Lohengrin
Sächsische Staatsoper Dresden, 2016, ML: Thielemann, I: Mielitz, S:...
Ein charmanter kleiner Etikettenschwindel ist die Sache schon. Den zweiten «Turandot»-Akt hatte Anna Netrebko bereits in der letzten Silvestergala der Met gestemmt – zusammen mit den ersten Aufzügen aus «Tosca» und «La Bohème». Fürs eigentliche Debüt in der Killerrolle als traumatisierte chinesische Prinzessin erwählte sie nun die Bayerische Staatsoper (wie schon...
Ein brillanter Einfall: Um zu verdeutlichen, dass Wolfgang Rihms Kammeroper «Jakob Lenz» die schonungslose Offenlegung einer wahnumwölkten Seele thematisiert, deren fast klinisch anmutende Sektion, hat sich Regisseur Marco Štorman für seine Bremer Inszenierung von der Bühnenbildnerin Jil Bertermann ein sogenanntes anatomisches Theater bauen lassen, wie man es...
