Am Puls unserer Zeit
In Erinnerung an den belgischen Dramaturgen und Intendanten Gerard Mortier (1943-2014) ist ein neuer Förderpreis ins Leben gerufen worden. Der mit 30 000 Euro dotierte Mortier Next Generation Award wird an junge professionelle Künstlerinnen und Künstler vergeben, die außergewöhnliches Talent erkennen lassen, am Anfang ihrer Karriere stehen und ein eigenes Projekt entwickeln wollen. Die Preisträger erhalten die Möglichkeit, ihr Vorhaben im Dialog mit prominenten Tutoren in Theorie und Theaterpraxis zu erarbeiten. Die Auszeichnung wurde erstmals am 12.
Januar 2019 im Opernhaus Gent vergeben. Der erste Preisträger ist der polnische Dramaturg, Librettist, Regisseur und Kurator Krystian Lada. Lada hat unter anderem für die Nationale Opera Amsterdam, La Monnaie/De Munt in Brüssel, die Nationaloper in Warschau und die Opera Days in Rotterdam gearbeitet. Er ist Mitgründer der interdisziplinären Künstlergruppe The Airport Society. Sein Interesse gilt vor allem der Erforschung und Erprobung neuer Formen von Musiktheater – an der Schnittstelle der Darstellenden Künste (Musik, Theater, Tanz, Film), im Spannungsfeld von Betrieb, Politik und Gesellschaft. Die Laudatio hielt Jan Vandenhouwe, ...
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Opernwelt Februar 2019
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Red.
Zu einer Zeit, als auch für das Lied orchestrale Heerscharen aufgeboten wurden, stimmte Hugo Wolf mit dem «Italienischen Liederbuch» einen Lobgesang auf den Zauber des Alltäglichen an – gleich die erste Nummer kündigt das programmatisch an: «Auch kleine Dinge können uns entzücken». Anfang 2018 waren Wolfs 46 Miniaturen europaweit einem Arena-Ambiente ausgesetzt:...
Herr Hasselhorn, mussten Sie bei der Aufnahme Ihrer «Dichterlieben» manchmal aufpassen, in welcher Vertonung Sie sich gerade befinden?
Man muss sich als Sänger bewusst machen, dass zwei verschiedene Vertonungen desselben Textes in ganz verschiedene Ausdrucksbereiche vorstoßen können. Zum Beispiel fordern dieselben Wörter manchmal andere Färbungen. Aber auch der...
Sollten die Zuschauer im Teatro San Carlo am 8. Dezember 1849 ihre Konzentration ausnahmsweise auf die Bühne gerichtet haben und nicht nur auf die Garderobe der anwesenden Marquisen, dann muss sie schon die Ouvertüre zur «Luisa Miller» verstört haben. Mit wenigen musikalischen Strichen und der insistierenden Unentrinnbarkeit eines einzigen Themas schafft Giuseppe...
