Alles offen, viel Metall

Warum sind Bühnenbilder so oft Stimmenkiller? Wir brauchen Resonanzräume für den Gesang!

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Im Barocktheater war alles ganz einfach: Man spielte in festen Bühnenbildern, mehrfach gestaffelten Prospekten aus Holz. Veränderte Schauplätze wurden durch Umgruppierungen dieser Elemente erzielt, zudem garantierte der «arco scenico», also die gebogene Struktur über dem Bühnenportal, als «natürlicher» Reflektor gute akustische Verhältnisse für das, was auf den Brettern gesungen wurde.

Noch mehr Resonanzräume öffneten sich, wenn – wie etwa im Markgräflichen Opernhaus von Bayreuth oder im Teatro sociale von Bergamo – zum Schrecken heutiger Brandschutzbeauftragter auch im Zuschauerraum vorwiegend Holz verbaut worden war. Aus den letzten Jahren gibt es zahlreiche Veröffentlichungen italienischer Denkmalschützer, die historische Theatergebäude genau vermessen haben, um den Geheimnissen gelungener Raumakustik auf die Spur zu kommen.

Als Zuschauer lieben wir es freilich – nicht erst heute – gern abstrakt, aus guten ästhetischen Gründen. Weit in die Tiefe geöffnete Bühnenbilder mit wenigen Metallelementen auf der Seite sind keine Seltenheit. Zwar geben Lehrbücher für den Bau von Fernsehstudios Anweisungen, welche Materialien akustisch vorteilhaft sind. Für die Ausarbeitung von ...

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Opernwelt Februar 2016
Rubrik: Einspruch aus dem Elfenbeinturm, Seite 75
von Anselm Gerhard

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