Zurück zu den Wurzeln

The Erlkings aus Wien arrangieren Liedzyklen von Schubert, Schumann und demnächst auch von Beethoven für die Neuzeit, um deren zeitlosen Kern freizulegen. Ein Porträt

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Die Sache ist ein bisschen kompliziert, wie meistens, wenn es um die Liebe geht. Auf jeden Fall endet es damit, dass sie sich einen One-Night-Stand sucht und einfach mit irgendwem ins Bett geht. Uff, seufzt da Bryan Benner, Sänger der Erlkings – weil es halt immer irgendwie «the same old story» ist beziehungsweise «eine alte Geschichte», wie es in Robert Schumanns «Dichterliebe» heißt. Nur, dass sie auch ein bisschen alt und damit eigentlich zu besonders klingt, wenn sie mit den Worten «Ein Jüngling liebt ein Mädchen» beginnt.

Also machen die Erlkings auf ihrer jüngsten CD mit dem Lied, was sie auch mit den anderen Stücken aus der «Dichterliebe» wie dem «Liederkreis» op. 39 machen: Sie übersetzen es ins Englische und arrangieren den Klavierpart für Gitarre, Cello, Tuba und Schlagzeug.

«Was nach einem Crossover-Albtraum für jeden Klassikliebhaber klingt, erweist sich nicht nur als das Unterhaltsamste, sondern auch als das Anregendste, was man in Sachen Schubert seit Langem gehört hat», urteilte der Autor in dieser Zeitschrift, nachdem er The Erlkings vor knapp vier Jahren zum ersten Mal gehört hatte. Hinzuzufügen hat er dem bis heute wenig – außer dass die Übersetzung im doppelten ...

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Opernwelt März 2021
Rubrik: Magazin, Seite 60
von Michael Stallknecht

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