Auf jeden Fall mit Überseekoffer

Reisen in der Pandemie ist anders. Aber nicht besser. Ein Selbsttest

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Sieh an: Reisen ist nicht wie Fahrradfahren. Kaum bleibt man mal drei Monate zu Hause – zum Beispiel wegen einer Pandemie – ist die Jetset-Souveränität wie weggeblasen. Plötzlich kann man in der Nacht vorm ersten Flug vor Aufregung nicht schlafen und packt für vier Tage Köln den großen Überseekoffer.

Freiberufler in der Musikbranche müssen halt dahin, wo es noch Arbeit gibt, auch wenn die Fallzahlen in die Höhe schießen und man noch am Reisetag nicht sicher ist, ob die entsprechende Veranstaltung wirklich stattfinden kann. Man gewöhnt sich an die Unplanbarkeit.

Ans Testen auch. Seit Ende letzten Jahres verlangen viele Länder eine negative PCR, die man sich in Großbritannien von privaten Anbietern besorgen muss. Wir probieren es zunächst mit DIY. Umgerechnet 280 Euro kostet der Heimtest pro Person mit «Fit-to-Fly»-Garantie. Der Corona-Kit plumpst in auffällig unauffälliger Verpackung durch den Briefschlitz: Die Firma – sie heißt «Better2Know» – ist in normalen Zeiten auf die Diagnose von Geschlechtskrankheiten spezialisiert. Dass ein postalisches Verfahren kurz vor Weihnachten nicht gut geht, hätte man sich vielleicht denken können. Trotz Priority-Service und Tracking weiß 24 ...

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Opernwelt März 2021
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Wiebke Roloff Halsey

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