Zurück in die Zukunft
Florenz, die Heimatstadt Machiavellis, war schon immer Schauplatz fataler politischer Fehden. Der Maggio Musicale Fiorentino, das älteste, 1933 gegründete Opernfestival Italiens, bildet da keine Ausnahme. Aktuell steht das Unternehmen bei Dienstleistern und Gastkünstlern, bei Banken und beim Fiskus mit insgesamt 57 Millionen Euro in der Kreide.
Während der letzten zwei Jahre haben es Intendant Cristiano Chiarot und Musikdirektor Fabio Luisi, das von Bürgermeister Dario Nardella als Retter in höchster Not berufene Leitungsduo, geschafft, die Schulden um ein Viertel zu drücken, der Belegschaft stabile Verhältnisse, dem Publikum Qualität zu bieten und so das Negativ-Image zu korrigieren. Am 15. Juli dieses Jahres trat dann Nardella als Vorsitzender der Stiftung Maggio Musicale zurück und ernannte Salvo Nastasi, einen blendend vernetzten Verwaltungsexperten, der trotz ständig wechselnder Mehrheiten 15 Jahre lang die staatliche Bühnen- und Orchesterpolitik gesteuert hatte. Wenige Tage später schmissen Chiarot und Luisi hin, aus Protest gegen politische Einflussnahme.
Doch erneut kam alles anders: Statt in Florenz anzufangen, ging Nastasi als Generalsekretär ins Kulturministerium nach ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt November 2019
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Carlo Vitali
60. Jahrgang, Nr 11
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752327
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de
Redaktion
Jürgen Otten, Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)
Redaktionsbüro
Andrea Kaiser | redaktion@opern...
Man wundert sich. Man wundert sich über all die Häme und den hasserfüllten Zorn, der Frank Castorfs Inszenierung von Giuseppe Verdis «La forza del destino» an der Deutschen Oper Berlin entgegenschlug, über den emotionalen Furor dieser Ablehnung, der wirkt wie ein eingeschweißter Reflex, wie ein intrikates Ressentiment gegen diesen Regisseur, sein Denken, womöglich...
Ein bisschen stolz sind sie schon, die Musikexperten in der Strasbourger Arte-Zentrale. Seit zehn Jahren ist Arte Concert, die digitale Plattform für Klassik, Oper, Jazz, Pop & Rock, Metal, Electronic, Weltmusik, Bühnenkunst und demnächst auch Barockes, auf Sendung – im Netz, umsonst und rund um die Uhr. Fast vier Millionen mal wurde zwischen September 2018 und...
