Zurück in die Zukunft

Der Maggio Musicale in Florenz kommt aus dem Krisenmodus nicht heraus. Nun sollen es Zubin Mehta und Alexander Pereira richten

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Florenz, die Heimatstadt Machiavellis, war schon immer Schauplatz fataler politischer Fehden. Der Maggio Musicale Fiorentino, das älteste, 1933 gegründete Opernfestival Italiens, bildet da keine Ausnahme. Aktuell steht das Unternehmen bei Dienstleistern und Gastkünstlern, bei Banken und beim Fiskus mit insgesamt 57 Millionen Euro in der Kreide.

Während der letzten zwei Jahre haben es Intendant Cristiano Chiarot und Musikdirektor Fabio Luisi, das von Bürgermeister Dario Nardella als Retter in höchster Not berufene Leitungsduo, geschafft, die Schulden um ein Viertel zu drücken, der Belegschaft stabile Verhältnisse, dem Publikum Qualität zu bieten und so das Negativ-Image zu korrigieren. Am 15. Juli dieses Jahres trat dann Nardella als Vorsitzender der Stiftung Maggio Musicale zurück und ernannte Salvo Nastasi, einen blendend vernetzten Verwaltungsexperten, der trotz ständig wechselnder Mehrheiten 15 Jahre lang die staatliche Bühnen- und Orchesterpolitik gesteuert hatte. Wenige Tage später schmissen Chiarot und Luisi hin, aus Protest gegen politische Einflussnahme.

Doch erneut kam alles anders: Statt in Florenz anzufangen, ging Nastasi als Generalsekretär ins Kulturministerium nach ...

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Opernwelt November 2019
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Carlo Vitali

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