Zukunftsforschung

Hans-Jürgen Drescher, der neue Chef der Bayerischen Theaterakademie, setzt auf Interdisziplinäres. Auf der Bühne gab es erst mal wieder eine Rarität: Martín y Solers «L’arbore di Diana»

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Streng abgezäunt sind die drei Biotope, und in allen wird reich geerntet. Hier die Bayerische Staatsoper mit ihren kulinarischen Stückbefragungen und dem weltklassigen musikalischen Niveau, dort das Gärtnerplatztheater, Münchens klingende Volksbühne – und dann gibt es noch die Bayerische Theaterakademie, die regelmäßig mit ihren Ausgrabungen Neugier weckt. Etwa mit Antoine Mariottes «Salome», die zur «Wiederentdeckung des Jahres» gekürt wurde, und jetzt gerade mit «L’arbore di Diana» des Mozart-Zeitgenossen Vicente Martín y Soler.

Letzteres wurde noch von Klaus Zehelein projektiert, doch viel spricht dafür, dass sein Nachfolger im Amt des Akademie-Präsidenten, Hans-Jürgen Drescher, bei dieser Politik bleibt.

Auch künftig soll es also Opern mit dem Münchner Rundfunkorchester im Prinzregententheater geben, wobei Drescher vor übertriebenen Erwartungen warnt – schließlich sei man ja ein Ausbildungsinstitut. «Sicher werden wir Stücke spielen, die andere nicht ansetzen, und damit Aufmerksamkeit erregen, aber die müssen tauglich sein für die jungen Sänger.» Wohin die Reise mit Drescher geht? Das Stichwort «digital» fällt oft im Gespräch. Das geht von der Video-Würze in Inszenierungen über ...

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Opernwelt April 2015
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Markus Thiel

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