Zartes und Derbes

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Jetzt allmählich kann ich wirklich dirigieren; jetzt weiß ich, wie man umsetzt, was man innerlich hört.» So lautete Wilhelm Furtwänglers Geständnis nach seiner Salzburger «Zauberflöte» im Sommer 1949. Die originalen Rundfunkbänder des «Zauberflöten»-Mitschnitts gingen verloren, wohl aber blieben einige technisch unbefriedigende Kopien erhalten, die immer wieder in mehreren Grau- und Schwarz-Importen auf dem Markt kursierten. Jetzt gibt es eine legalisierte und digitalisierte Fassung dieser Bänder in CD-Form.


Karl Schmitt-Walter singt den Pagageno mit seiner hohen, schlanken Bariton-Stimme auf natürliche, fast vornehme Weise. Als Tamino hören wir Walther Ludwig mit gleichermaßen lyrischem wie klarem Tenor, angereichert um einige leicht heldische Nuancen. Josef Greindl bietet, wie auf der späteren Fricsay-Aufnahme, einen zwar eindringlichen, aber nicht unbedingt stimmfeinen Sarastro. Seine Gegenspielerin ist Wilma Lipp, die der nächtlichen Königin einige Unstetigkeiten nicht versagt. Außerdem begegnen wir der Ungarin Edith Oravez, die die Papagena in Salzburg auch 1951 und 1952 gesungen hat. Irmgard Seefrieds Pamina bildet dank der Reinheit und Ausgeglichenheit ihres Vortrags – einige ...

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Opernwelt September/Oktober 2005
Rubrik: Im Focus, Seite 38
von Christoph Vratz

Vergriffen
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