Mit dem Zug zur Oper
Frau Ricciarelli, Sie sind Sängerin, Schauspielerin, künstlerische Direktorin des Festivals von Macerata, zudem unterrichten Sie Sängernachwuchs in der von Ihnen gegründeten Accademia Lirica Internazionale. Wie bewältigen Sie dieses Arbeitspensum?
Ich bin jemand, der seiner Arbeit mit großer Leidenschaft nachgeht. So etwas wie Freizeit kenne ich eigentlich nicht. Ich arbeite immer und das mit Freude.
Die Uraufführung von «Le bel indifférent» in dieser Spielzeit war ein großer Erfolg.
Wird sich Macerata auch weiterhin der modernen oder gar zeitgenössischen Musik öffnen?
Die Publikumsreaktionen auf «Le bel indifférent» waren außerordentlich positiv. Marco Tutino hat da etwas sehr Schönes komponiert. Für das kommende Jahr überlegen wir, Kurt Weill ins Programm zu nehmen. Ganz sicher wird auch in Zukunft in Macerata nicht nur das traditionelle Opernprogramm gespielt.
Sie leiten die Festspiele jetzt im zweiten Jahr. Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft Maceratas aus?
Ganz sicher wird es im nächsten Jahr eine «Zauberflöte» geben, ganz sicher auch eine «Bohème». Alles weitere ist noch in Planung.
Sind neben der jüngsten Zusammenarbeit mit der Prager Staatsoper Kooperationen mit anderen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Auch wenn Hans Günter Nöcker eigentlich ein pragmatischer, eher unsentimentaler Mensch ist, dieser Toast auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper zu seinem 75. Geburtstag am 22. Januar 2002 rührte den Herrn Kammersänger zu Tränen, hatten doch alle Anwesenden spontan in das «Happy Birthday» von Chor und Solisten auf der Bühne des Nationaltheaters nach dem Ende der...
Aribert Reimanns zweite Oper «Melusine» wurde nach ihrer Uraufführung 1971 in Schwetzingen häufig nachgespielt und wirkte auch in Weimar immer noch frisch. Diese Melusine, die Yvan Goll, von seiner Frau Claire inspiriert, 1930 aus der Sagenvorzeit ins zwanzigste Jahrhundert holte, schimmert in Claus H. Hennebergs Libretto, vor allem aber in Reimanns Musik in...
Keinen Zweifel lassen der kanadische Dirigent Yves Abel und Stephen Medcalf, in vielen Inszenierungen ein Meister der psychologisch raffinierten Aussparung, an der Brutalität der Novelle Mérimées, die von Bizet keineswegs in jenen süßlichen Kitsch pseudospanischer Folklore übersetzt wurde, wie eine lange (schlechte) Tradition es gern sieht. Bizet komponiert Szenen...
