Mit dem Zug zur Oper

Opernwelt - Logo

Frau Ricciarelli, Sie sind Sängerin, Schauspielerin, künstlerische Direktorin des Festivals von Macerata, zudem unterrichten Sie Sängernachwuchs in der von Ihnen gegründeten Accademia Lirica ­Internazionale. Wie bewältigen Sie dieses Arbeitspensum?
Ich bin jemand, der seiner Arbeit mit großer Leidenschaft nachgeht. So etwas wie Freizeit kenne ich eigentlich nicht. Ich arbeite immer und das mit Freude.

Die Uraufführung von «Le bel indifférent» in dieser Spielzeit war ein großer Erfolg.

Wird sich Macerata auch weiterhin der modernen oder gar zeitgenössischen Musik öffnen?
Die Publikumsreaktionen auf «Le bel indifférent» waren außerordentlich positiv. Marco Tutino hat da etwas sehr Schönes komponiert. Für das kommende Jahr überlegen wir, Kurt Weill ins Programm zu nehmen. Ganz sicher wird auch in Zukunft in Macerata nicht nur das traditionelle Opernprogramm gespielt.

Sie leiten die Festspiele jetzt im zweiten Jahr. Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft Maceratas aus?
Ganz sicher wird es im nächsten Jahr eine «Zauberflöte» geben, ganz sicher auch eine «Bohème». Alles weitere ist noch in Planung.

Sind neben der jüngsten Zusammen­arbeit mit der Prager Staatsoper Kooperationen mit anderen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt September/Oktober 2005
Rubrik: Magazin, Seite 51
von Andreas Schlüter

Vergriffen
Weitere Beiträge
Ganz vorne in der zweiten Reihe

Auch wenn Hans Günter Nöcker eigentlich ein pragmatischer, eher unsentimentaler Mensch ist, dieser Toast auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper zu seinem 75. Geburtstag am 22. Januar 2002 rührte den Herrn Kammersänger zu Tränen, hatten doch alle Anwesenden spontan in das «Happy Birth­day» von Chor und Solisten auf der Bühne des Nationaltheaters nach dem Ende der...

Land unter

Aribert Reimanns zweite Oper «Melusine» wurde nach ihrer Uraufführung 1971 in Schwetzingen häufig nachgespielt und wirkte auch in Weimar immer noch frisch. Diese Melusine, die Yvan Goll, von seiner Frau Claire ­inspiriert, 1930 aus der Sagenvorzeit ins zwanzigste Jahrhundert holte, schimmert in Claus H. Hennebergs Lib­retto, vor allem aber in Reimanns Musik in...

Hartes Zigeunerleben

Keinen Zweifel lassen der kanadische Dirigent Yves Abel und Stephen Medcalf, in vielen Inszenierungen ein Meister der psychologisch raffinierten Aussparung, an der Brutalität der Novelle Mérimées, die von Bizet keineswegs in jenen süßlichen Kitsch pseudospanischer Folklore übersetzt wurde, wie eine lange (schlechte) Tradition es gern sieht. Bizet komponiert Szenen...