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Diskurs-Freude und Science-Fiction-Spaß: Das Kölner Festival «Orbit» hat nur peripher mit Musiktheater zu tun

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Sieben Produktionen in vier Tagen, davon fünf Uraufführungen, und das mit einem Budget von rund 250.000 Euro: Das ist eine beachtliche Leistung des Teams um die künstlerischen Leiterinnen Christina C. Messner und Sandra Reitmayer beim Kölner Festival «Orbit» für aktuelles Musiktheater. Gespielt wurde in zwei alten, zu Kulturzentren umgenutzten Feuerwachen, im modernen Studio der Musikfabrik im Mediapark und in der gigantischen, stillgelegten Aurora-Getreidemühle im Deutzer Hafen.

Mit Oper hat Orbit hingegen wenig zu tun.

Es gibt Tanz, Performance, Literatur, ein bebildertes Konzert, eine VR-Session, dabei immer auch Musik, und mit Host_Opera dann doch eine richtige kleine Oper. Denn dort wird gesungen, es spielen Instrumente, und es wird eine Geschichte erzählt, nämlich die von der Geiselnahme einer Mädchenklasse in Ungarn durch die Söhne eines Parteifunktionärs. Die fand 1973 statt und wurde lange Zeit verschwiegen. Bei der Produktion des Wiener Kollektivs MuPATh schlüpfen zwei Frauen und zwei Männer in immer neue Rollen, mal sind sie die Entführer, mal die Mädchen, die auf die Toilette müssen, die Angst haben oder einfach nur Hunger, mal der Psychologe, der die Jungen vom ...

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Opernwelt Juni 2026
Rubrik: Magazin, Seite 82
von Richard Lorber

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