Willkommen im Paradies

Die Schubertiade rekonstruiert anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens das Programm der ersten Ausgabe in Hohenems

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Die Schubertiade feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Seit 1976 trifft hier die Crème de la Crème des Liedgesangs und der Klavier- und Kammermusik auf ein internationales Publikum, stets verbunden mit dem Anspruch, «die Werke Franz Schuberts in einem kleinen Rahmen auf exemplarische Weise zur Aufführung zu bringen», wie ihn Festivalgründer Hermann Prey weiland formulierte. Vor allem ihm zu Ehren wurde in diesem Sommer die erste Schubertiade in Hohenems «rekonstruiert».

Auf der Bühne des Markus Sittikus-Saals, der 1913 als Turnhalle erbaut wurde und heute Platz für 300 Menschen bietet, steht der Bariton Konstantin Krimmel. Er singt, von Ammiel Bushakevitz am Flügel begleitet, exakt jenes Programm, mit dem Prey, auf dem Zenit seines Könnens wie seiner Popularität, und Leonard Hokanson seinerzeit das Festival eröffnet hatten, unter dem Motto «Ein Leben in Liedern». Im Saal herrschen ideale Bedingungen, die Atmosphäre ist frühsommerlich heiter: ein ländliches Idyll, vom Lärm der Welt, von ihren Eitelkeiten entrückt. Prey hatte sich vor 50 Jahren in den Kopf gesetzt, Schuberts Gesamtwerk chronologisch aufzuführen, doch diese Idee erwies sich als nicht praktikabel. 1980 zog ...

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Opernwelt August 2026
Rubrik: Magazin, Seite 88
von Regine Müller

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