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Opernwelt Februar 2006
Rubrik: CDs, Seite 42
von Stephan Mösch

Vergriffen
Weitere Beiträge
Szenen einer Musikerehe

Wenn eine temperamentvolle Sängerin einem dirigierenden Komponisten bei den Proben nach zweimaliger Unterbrechung zwecks Korrektur wütend die Partitur auf den Kopf schlägt und davonrauscht, dann weiß man, dass die folgende private Liaison, sprich: Ehe, nur glücklich werden kann und lebenslang hält. Nun gab Frau Pauline de Ahna, nachdem sie Frau Ri­chard Strauss...

Gluck light

«Einstweilen (...) singe ich unter anderem gar oft und mit unaussprechlichem Vergnügen die Partie des Oedib in der Musik von Sacchini. Sie ist bei uns (in Berlin) gegeben worden, wie man mir gesagt hat, und hat wenig Beyfall gefunden; gewiss nur bey denen, die es nicht verstehen, innere Schönheiten eines Kunstwerkes durch eine fehlerhafte Exekution durchzufühlen;...

Verdis schwieriges Erbe

Es war die Idee des Verlegers Giulio Ricordi, zwei vorher nur mäßig erfolgreiche und in ihren künstlerischen Ambitionen grundverschiedene Männer wie Arrigo Boito und Amilcare Ponchielli zu einem Erfolgsteam zusammenzubringen, ja, zu zwingen. Boito hatte mit seiner ehrgeizigen Goethe-Adap­tion «Mefistofele» (1868) einen der größten Skandale der Operngeschichte...