Wichtige Sängerinnen und Sänger der Saison
Bayreuth feierte sein blaues Wunder: Ein solches zauberte Neo Rauch gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Künstlerin Rosa Loy, auf die Bühne des Festspielhauses und verdonnerte damit die Regie (Yuval Sharon) beinahe zur Untätigkeit. Sängerisch hingegen bot dieser «Lohengrin» große Kunst, nicht zuletzt dank der famosen Leistung des Titelhelden: Mit Piotr Beczała «kam ein lyrisch grundierter, ins Dramatische drängender Gestalter zum Zuge, der über eine reiche Palette verfügt (...
) Unter dem Strich eine in ihrer intuitiven Anmutung und klugen Anlage brillante Vorstellung.» (OW 9/10 2018)
Der Stoff ist bekannt, die Oper kaum. Lange Zeit fristete Ambroise Thomas’ «Hamlet» ein trauriges Dasein im Schatten; kritisch beäugt von den Rezensenten, spöttisch verachtet von den Kollegen. Wie irrig das Urteil ist, bewies die tolle Neuproduktion an der Opéra Comique unter der musikalischen Leitung von Louis Langrée. Vor allem der Titelheld wusste an diesem Abend zu brillieren. An der Seite von Sabine Devieilhe (Ophélie) zeigte Stéphane Degout, der die Partie zuvor bereits in Strasbourg und Brüssel gesungen hatte, wie sehr er den Hamlet verinnerlicht hat. «Der mustergültigen Arbeit an Technik und ...
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Opernwelt Jahrbuch 2019
Rubrik: Bilanz, Seite 66
von Red.
Vor 150 Jahren, am 25. Mai 1869, war es so weit: Mit einer Festvorstellung von Mozarts «Don Juan» nahm in Wien das k. k. Hof-Operntheater, die heutige Staatsoper, den Betrieb auf. Der pompös-pathetische Historismus des Gebäudes passte perfekt zur Macht-Attitüde einer Monarchie, die ihren imperialen Anspruch in Stein meißelte. Auch das Palais Garnier, 1875...
Das Votum ist überwältigend und in der Geschichte der «Opernwelt»-Umfrage ein absolutes Novum: Fast die Hälfte aller befragten 50 Kritikerinnen und Kritiker gab ihre Stimme in der Rubrik «Sängerin des Jahres» Asmik Grigorian. Gekürt wurde die litauische Sopranistin insbesondere für ihre fesselnde Darbietung als Salome in Strauss’ gleichnamigem Musikdrama bei den...
Dass die Opéra national du Rhin zum «Opernhaus des Jahres» gewählt wurde, wäre für die Generalintendantin der drei Häuser in Strasbourg, Colmar und Mulhouse eine große Freude gewesen. Aber Eva Kleinitz hätte sich keine Sekunde auf den Lorbeeren ausgeruht. Vielmehr die Auszeichnung zum Anlass genommen, ihre künstlerische Mission mit der ihr eigenen Fantasie,...
