Weiße Welt

Die Opéra national de Paris legt endlich einen Diversitätsreport vor und kritisiert darin alte Gewohnheiten

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Später als andere Musikbühnen und Balletttruppen befasst sich die Opéra national de Paris mit dem Problemkomplex «Ethnische Vielfalt». Spät, aber gründlich: Auf Wunsch seines Anfang September angetretenen neuen Intendanten Alexander Neef hat das größte Opernhaus der Welt einen «Rapport sur la diversité» in Auftrag gegeben. Der 66-seitige Bericht wurde Anfang Februar den Medien vorgestellt und ist auf der Website der Pariser Nationaloper abrufbar.

Seine Autoren, Constance Rivière und Pap Ndiaye, haben Gespräche mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses sowie mit gut 50 auswärtigen Sachverständigen geführt.

Ausgangspunkt war ein Manifest «über die Rassenfrage an der Pariser Nationaloper», das elf farbige Mitglieder des Balletts, des Chors sowie des Vereins der Opernfreunde letzten Sommer aufgesetzt hatten. Der durch rund 300 der 1905 Angestellten des Hauses unterzeichnete Text legt den Finger auf einige wunde Punkte und formuliert Vorschläge zur Abhilfe. Der Bericht zum Thema «Ethnische Vielfalt an der Oper» ist vom selben konstruktiven, unverkrampften Geist beseelt wie das Manifest, systematisiert aber dessen Ansatz.

Rivière und Ndiaye blicken zunächst zurück auf die ...

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Opernwelt April 2021
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Marc Zitzmann

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