Exotisch

Gaetano Donizettis Ausflug ins ferne Indien: «Il Paria» in einer Aufnahme mit der Britten Sinfonia unter Sir Mark Elder

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Gaetano Donizetti gilt als Spätentwickler. Die über 30 Opern, die er vor «Anna Bolena» (1830) herausbrachte, kennen allenfalls Spezialisten – mit Ausnahme der Komödie, die es in den letzten Jahrzehnten unter dem Titel «Viva la mamma» zu einigem Erfolg gebracht hat. Doch auch beim frühen Donizetti sind noch aufregende Entdeckungen möglich, wie uns wieder einmal «Opera Rara» zeigt.

«Il Paria», von Kennern schon lange als die musikalisch differenzierteste Oper des jungen Donizetti gerühmt, kam im Januar 1829 in Neapel auf die Bühne – mit einer Starbesetzung: Giovanni Battista Rubini in der Titelrolle, Luigi Lablache (später der erste Don Pasquale) als dessen Vater Zarete und Adelaide Tosi als Neala. Im indischen Benares hat sich Idamore, ein Paria, in die falsche Kaste verliebt, in die Tochter eines Brahminen. Doch niemand weiß um seine Abstammung, als siegreicher Held im Kampf gegen die portugiesischen Kolonisatoren gilt er als erstklassige Partie. Sein Vater will die feindliche Umgebung fliehen, alle drei werden zum Tode verurteilt. Aber der Ausgang bleibt offen, der Vorhang fällt vor der Hinrichtung. Vielleicht wird den Outcasts – wie in der französischen Vorlage von Casimir ...

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Opernwelt April 2021
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 36
von Anselm Gerhard

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62. Jahrgang, Nr 4
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