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Kreativgeist
Ihr erstes Bühnenwerk war 2017 ein Puppenmusiktheater für Kinder. In «Žabica Kraljica» (Die Froschkönigin) verwob Sara Glojnarić geschickt die menschliche Stimme mit dem zauberischen Spiel der Holzpuppen. Im Musiktheater «Station Paradiso», einem Roadtrip heraus aus dem Ländle, geht es der Komponistin nun um die Sehnsucht nach dem Zuhause. Uraufgeführt wird das Werk auf einen Text von Tanja Šljivar an der Stuttgarter Staatsoper. Wir fahren hin

Avantgardistin
Sie liebt die Literatur.

Fast ausnahmslos alle Opern von Sarah Nemtsov gründen auf fiktionale Vorlagen, sei es «L’Absence» (Edmond Jabès) oder «Alt» (James Joyce), sei es «verflucht» (Gerhild Steinbuch) oder «Ophelia» (William Shakespeare). Im Auftrag der Oper Dortmund hat die Avantgardistin nun den Roman «Wir» von Jewgeni Samjatin vertont und auch das Libretto dazu verfasst. Es geht darin um ein (unsichtbares) Regime, das die Menschen nicht nur ihrer Freiheit, sondern zudem ihrer Ideale beraubt. Grund genug, in den Ruhrpott zu reisen

Klangfarbenforscher
Als 1998 gleich zwei Werke von ihm herauskamen, staunte die Opernwelt nicht schlecht. Salvatore Sciarrino hatte sowohl in «Luci mie traditrici» als auch in ...

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Opernwelt Juni 2026
Rubrik: Impressum, Seite 88
von

Weitere Beiträge
Großer Wurf

Alles, was Oper kann!», wählte Tobias Kratzer als Motto für seine erste Spielezeit an der Hamburgischen Staatsoper. Alles, was Barockoper kann: So wiederum könnte man David McVicars Inszenierung von Händels «Giulio Cesare in Egitto» überschreiben. 2005, also vor über 20 Jahren, hatte diese Produktion Premiere beim Glyndebourne Festival, Christoph Seuferle, dem...

Noblesse oblige

Komponierende Herrscher wie beispielsweise der deutsche Kaiser Leopold I. oder der kriegs- wie kunstlustige Preußenkönig Friedrich II. waren partout keine Ausnahmen. Locker übertroffen aber werden beide Potentaten von Philippe d’Orléans (1674–1723), dem Neffen Ludwigs XIV., dessen Oper «Suite d’Armide ou Jérusalem délivree» das Centre de musique baroque de...

Mehr als ein Laufsteg für Megären

Bella furia: Das erinnert an «Fare la bella figura», den italienischen Code zum Wahren des schönen Scheins. Und es könnte sein, dass Shira Patchornik beim Titel ihres Debütalbums mit Trouvaillen der Mozart-Zeit bewusst auf die Ähnlichkeit der Begriffe abhob – entweder um den «Furien» die Bühne zu bereiten oder den akustischen Laufsteg für eine Modenschau...