Was kommt/Impressum Opernwelt 6/46
Kreativgeist
Ihr erstes Bühnenwerk war 2017 ein Puppenmusiktheater für Kinder. In «Žabica Kraljica» (Die Froschkönigin) verwob Sara Glojnarić geschickt die menschliche Stimme mit dem zauberischen Spiel der Holzpuppen. Im Musiktheater «Station Paradiso», einem Roadtrip heraus aus dem Ländle, geht es der Komponistin nun um die Sehnsucht nach dem Zuhause. Uraufgeführt wird das Werk auf einen Text von Tanja Šljivar an der Stuttgarter Staatsoper. Wir fahren hin
Avantgardistin
Sie liebt die Literatur.
Fast ausnahmslos alle Opern von Sarah Nemtsov gründen auf fiktionale Vorlagen, sei es «L’Absence» (Edmond Jabès) oder «Alt» (James Joyce), sei es «verflucht» (Gerhild Steinbuch) oder «Ophelia» (William Shakespeare). Im Auftrag der Oper Dortmund hat die Avantgardistin nun den Roman «Wir» von Jewgeni Samjatin vertont und auch das Libretto dazu verfasst. Es geht darin um ein (unsichtbares) Regime, das die Menschen nicht nur ihrer Freiheit, sondern zudem ihrer Ideale beraubt. Grund genug, in den Ruhrpott zu reisen
Klangfarbenforscher
Als 1998 gleich zwei Werke von ihm herauskamen, staunte die Opernwelt nicht schlecht. Salvatore Sciarrino hatte sowohl in «Luci mie traditrici» als auch in ...
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Opernwelt Juni 2026
Rubrik: Impressum, Seite 88
von
Wozzecks weißes Hemd scheint frisch gewaschen. Nur der Overall, den er darüber trägt, grenzt ihn von den hier den militärischen Ton angebenden Herren, denen er zu dienen hat, ab. Naturalistisches Dekor des Prekären und der sozialen Ungleichheit aber braucht Brigitte Fassbaender im aufgeräumten Bühnenbild von Bettina Munzer mitnichten, einem zwischen Hotelhalle und...
In seiner Suche nach der Wirklichkeit hinter den begrifflichen Urteilen hat der irische Autor Samuel Beckett den Ort zu einer abstrakten Größe gemacht. Ob Wladimir und Estragon in «Warten auf Godot» an einer Landstraße auf Fortsetzung warten oder Hamm und Clov in «Fin de partie» in einem geschlossenen Raum auf ein Ende, das vielleicht sogar eines sein könnte: Ist...
Bei der Premiere saß die Claque gut hörbar links im Parkett. Dabei wäre sie gar nicht nötig gewesen, denn in Bern ereignete sich ein kleines Theaterwunder. Auf dem Spielplan stand Verdis «La forza del destino», keine triviale Aufgabe. Am Werk war ein Kreativ-Team um Regisseurin Julia Lwowski. Wer die aus dem Kollektiv «Hauen und Stechen» – was ja gut zu einer...
