Was kommt und Impressum Opernwelt 3/26
Was kommt
Kunst der Tiefe
Spektakulär sind seine Regie -arbeiten nur selten. Dafür aber immer höchst präzise und dem vorliegenden Werk würdevoll verpflichtet. Ingo Kerkhof zählt damit zu den interessantesten Vertretern seiner Zunft. Nur eben nicht zu den lautesten. Ein nachdenklicher Mann, dem die Welt nicht zu Füßen liegt, der sie aber gerade deswegen umso eindrücklicher in den Blick zu nehmen weiß.
Wir haben mit ihm gesprochen
Frau dirigiert
Als Sängerin stand sie in der Bayerischen Staatsoper in München bereits auf der Bühne, nun gibt Nathalie Stutzmann dort ihr Debüt als Dirigentin. Auf dem Programm steht der «Faust» von Charles Gounod. Ein Stück, das der Französin, die nicht nur Gesang und Dirigieren, sondern auch Fagott studierte, liegen dürfte. Doch auch abseits des Repertoires ihres Geburtslandes gehört Stutzmann zu den Durchstarterinnen der vergangenen Jahre. Ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen 2023 mit «Tannhäuser» wurde gefeiert, seit 2022 ist sie Chefdirigentin des Atlanta Symphony Orchestra. Den Münchner «Faust» wird Lotte de Beer inszenieren. Wir gehen hin.
Kunst des Loslassens
Paul Hindemiths Oper «Cardillac» ist ein musikalisches Meisterwerk der Neuen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt März 2026
Rubrik: Impressum, Seite 96
von
Sachen gibt’s! Über Jahre hinweg war der im armenischen Jerewan geborene Arsen Soghomonyan einer der führenden Baritone am Moskauer Stanislawski und Nemirovitsch-Dantschenko-Operntheater und sang dort die Paradepartien des Fachs – den Titelhelden aus Rossinis «Barbiere», Giorgio Germont («La traviata»), Belcore («L’elisir d’amore»), den Fürsten Jeletzky aus...
Verräterische Klarinette! In Tschaikowskys «Eugen Onegin» fasst sie unausgesprochene, wo nicht gar unbewusste Gefühle in murmelnde, plaudernde, allzu offenherzige Töne. Als Onegin in der Schlussnummer des ersten Akts dieser Lyrischen Szenen Tatjanas soeben per Brief empfangenen Liebesantrag in einer Arie zurückweist, die die Form eines langen – manche sagen:...
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute: deutsche Märchenopern. Beinahe könnte man diese Gattung für unsterblich halten. Sie feierte Hochkonjunktur in den Zeiten der Romantik, erlebte um 1900 eine neue Blütezeit, trat philosophisch ertüchtigt noch einmal mit Strauss’ «Frau ohne Schatten» und mit Respighis «La Campana sommersa» nach Gerhart...
