In den Gewässern der Einsamkeit

Das Staatstheater Cottbus bringt Helmut Oehrings Musiktheater «AscheMOND oder The Fairy Queen» heraus

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Mit einem Zitat aus Shakespeares «King Lear» kündigt die Stimme aus dem Off eine Sonnenfinsternis an: «Jene letzten Verfinsterungen an Sonne und Mond verheißen nichts gutes […] Freundschaft erkaltet, Liebe fällt ab.» Kurz und nicht ganz so schön: Das Ende naht. Dabei ist es immer eine gute Nachricht, wenn ein Theater eine zeitgenössische Oper ins Programm nimmt. Vor allem, wenn es sich um eine Wiederaufführung handelt. Viel zu oft verschwinden kostspielige Auftragswerke nach einer mageren Saison für immer in der Schublade.

Nachhaltig ist das nicht, denn viele dieser Stücke verdienen es, Teil des sogenannten Kanons zu werden.

«AscheMOND oder The Fairy Queen» von Helmut Oehring ist ein solcher Fall. 2013 im Auftrag der Staatsoper Berlin entstanden, feierte dieses Musiktheater nun, in der sogenannten «Cottbuser Fassung», Premiere am Staatstheater Cottbus. Als Crossover aus Barock, Neukomposition und Elektroakustik, gewürzt mit einer Prise Vanitas-Ästhetik ( ja, das gab es auch schon, bevor Rosalias «Berghain»-Song letztes Jahr viral ging), schichtet es Fragmente aus Henry Purcells Masque «The Fairy-Queen» zu einer sprachlichmusikalischen Neuschöpfung. Den barocken Arien, begleitet ...

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Opernwelt März 2026
Rubrik: Im Focus, Seite 26
von Anna Schors

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