Ein paar Kurven zu viel

Steffani: Amor vien dal destino an der Oper Frankfurt

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Ein saftig grüner Kunstrasen erstreckt sich über die gesamte Bühne. Außer dieser opulenten, an einen Sportplatz erinnernden Spielfläche gibt es in R. B. Schlathers Inszenierung von Agostino Steffanis «Amor vien dal destino» keine weitere Kulisse, sieht man von einigen Feuerschalen ab, aus denen im dritten Akt domestizierte Flammen züngeln. Es gehört zweifellos Mut dazu, ein unbekanntes Barockwerk mit einer Spieldauer von mehr als dreieinhalb Stunden in einem (zumal so spartanischen) Bühnenbild aufzuführen. Doch das Faible des Regisseurs für Reduktion ist bekannt.

Außerdem hält er einige Trümpfe in der Hand, um die Irrungen und Wirrungen des barocken Liebesspieles auf dem Kunstrasen am Laufen zu halten. Das sind nicht nur das Solistenensemble und der Alte Musik-Spezialist Václav Luks am Dirigentenpult, sondern auch die Musik selbst, die fast 300 Jahre nach dem Tod Agostino Steffanis, der 1728 auf der Durchreise in Frankfurt starb, erstmals an der Oper Frankfurt zu erleben ist. Das Libretto greift auf Motive aus Vergils «Aeneis» zurück: Der schönen Lavinia ist Aeneas im Traum erschienen. Seitdem liebt sie den Helden, auch wenn der Vater sie dem König Turnus versprochen hat. Die ...

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Opernwelt März 2026
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Silvia Adler

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