Was kommt... Februar 2022
Grande Dame
Ja, das waren noch Zeiten. Damals, in Bayreuth, als sich die dramatischen Sopranistinnen Birgit Nilsson, Astrid Varnay und Martha Mödl die Rollen in die Hände gaben und man sicher sein konnte, dass die holde Kunst des Wagner-Gesangs auf höchster Höhe zelebriert wurde. Nun sind einige Aufnahmen der vor 110 Jahren in Nürnberg geborenen Künstlerin erschienen
Grandseigneur
Gerade erst wurde wieder ein Werk von ihm aus der Taufe gehoben, in Berlin, in der Philharmonie.
Und schon diese Miniatur zeigte, dass Wolfgang Rihm, der im März seinen 70. Geburtstag feiert, zu Recht als einer der größten Komponisten unserer Zeit gilt. Und insbesondere in seinen Werken für das Musiktheater hat Rihm Einzigartiges geschaffen. Ein Essay
Grenzüberschreiterin
Sie hat Bildende Kunst studiert, sich als Performerin ebenso einen Namen gemacht wie als Videokünstlerin, Regisseurin und Mitarbeiterin von Romeo Castellucci. Nun inszeniert Silvia Costa an der Staatsoper Stuttgart ein Werk, das einen berühmten biblischen Stoff aufgreift: Antonio Vivaldis Oratorium «Juditha triumphans». Wir hören und schauen hin
Großer Liedbegleiter
Unvergessen ist das Wort (und das gleichnamige Buch) des legendären ...
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Opernwelt Februar 2022
Rubrik: Service, Seite 72
von Red.
In einem von der Pariser Opéra Comique vorab verbreiteten Interview begründet der sympathisch enthusiastische Raphaël Pichon seine Wahl der dritten Fassung von «Hippolyte et Aricie», die 1757, ein Vierteljahrhundert nach der überbordend reichen Erstfassung auf die Bühne kam, mit deren meisterlicher Kohärenz. Sie sei die Version «la plus ramassée, la plus directe,...
Am Ende war der Jubel groß. Wieder einmal hatte Frankfurts Intendant Bernd Loebe mit Mut zum Wagnis sein Publikum überwältigt. Und das mit einem Stück des hierzulande sträflich unterschätzten Nikolai Rimsky-Korsakow, das selbst die Kenner und Liebhaber dieses größten russischen Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts noch nie auf der Bühne sehen durften. An diesem...
Mit rot verschmiertem Mund, wie ein trauriger Clown, beklagt Cleopatra ihr Schicksal. Eben noch hat Tolomeo die gefangene Schwester sadistisch erniedrigt, an der Leine geführt wie einen Hund (man erinnert sich an Pasolinis berüchtigten Schwanengesang «Salò»). Doch dann singt Louise Alder das «Piangerò la sorte mia» unglaublich berührend, mit engelsgleichem Ton. Es...
