Die pure Verheißung

Ewelina Marciniak inszeniert «Rheingold» in Bern, Nicholas Carter dirigiert

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Die trauen sich was in Bern! Erst einmal benennen sie das Theater um, in Bühnen Bern, was Sinn ergibt, da der alte, lange gültige Name (Konzert Theater Bern) so sperrig wie bürokratisch war. Dann engagiert der seit Beginn dieser Spielzeit amtierende Intendant Florian Scholz, der zuvor das Stadttheater in Klagenfurt durchaus gewinnbringend leitete, eine Opernnovizin für die größte Aufgabe, die das herkömmliche Musiktheater zu bieten hat, Wagners «Ring».

Und auch der neue Chefdirigent (und Co-Operndirektor), den Scholz von Klagenfurt mitbrachte, widmet sich dieser Aufgabe zum ersten Mal. Mutig! Aber eines kann man gleich sagen: Dieses «Rheingold», Auftakt des ersten «Ring»-Projekts überhaupt in Bern, ist die pure Verheißung.

Ewelina Marciniak wurde 1984 in Polen geboren, der australische Dirigent Nicholas Carter ist ein Jahr jünger. Marciniak arbeitet seit 2008 an den wichtigsten polnischen Theatern, inszenierte dort Stücke von Elfriede Jelinek, Roland Schimmelpfennig oder Nis-Momme Stockmann, also zeitgenössische deutschsprachige Dramen, adaptierte auch mal Michel Houellebecqs «Karte und Gebiet» für die Bühne. 2018 debütierte sie in Deutschland, 2020 erhielt sie den «Faust»-Preis ...

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Opernwelt Februar 2022
Rubrik: Im Focus, Seite 12
von Egbert Tholl

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