Was kommt...
Nina Stemme ist ohne Frage die beste dramatische Sopranistin unserer Zeit. Und sie sucht sich ihre Partien genau aus. Aida war, zwischen viel Wagner, eine Wunschpartie. Jetzt kommt die Minnie in «La fanciulla del West» hinzu. Und zwar in ihrer schwedischen Heimat. Christof Loy inszeniert.
Das Interesse an der Antike zieht sich durch die Operngeschichte. Nun hat der in Düsseldorf lehrende Komponist Manfred Trojahn eine Orest-Oper geschrieben. Die Uraufführung in Amsterdam dirigiert Marc Albrecht, Katie Mitchell inszeniert.
Mit dabei: Bariton Dietrich Henschel
Er sucht sich seine Rollen abseits aller Fachklischees: Roberto Saccà ist der Palestrina in Zürichs neuer Produktion der Oper von Pfitzner. Am Pult steht Ingo Metzmacher,
Jens-Daniel Herzog ist für die Szene verantwortlich.
Sie war einer der führenden Soprane ihrer Zeit und später eine viel gesuchte Lehrerin: Jetzt wird Reri Grist 80 Jahre alt. Im «Opernwelt»-Interview erzählt sie von den Erfahrungen mit Zerbinetta und Konstanze, jungen Stimmen und alten Dirigenten.
Er wurde bewundert wie kaum ein anderer Sänger der Nachkriegszeit: George London, der 1949 nach Wien kam und als Don Giovanni ebenso Furore machte wie in seinen ...
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Opernwelt Januar 2012
Rubrik: Service, Seite 72
von
Da rückt einer nach. Da mischt einer den Zirkel seiner komponierenden Amtsbrüder auf, bekommen die – älteren – Herren Rihm und Pintscher, Haas oder Furrer Blutzufuhr. Anno Schreier heißt der wahrlich noch junge Mann. Der Aachener des Jahrgangs 1979, der, etwas blass, fast ein wenig unbeholfen wirkend, sich im Entgegennehmen des – allenthalben starken – Beifalls...
Tapsig sucht Hermann, ein Bär von einem Mann, sich dem Ballett mit ein paar Tanzschritten anzubiedern. Klar, dass das schiefgeht und der Sonderling von der hasenohrigen Petersburger Gesellschaft mit beißendem Spott übergossen wird. Da dreht er durch: «Ihr seid wohl verrückt geworden, mit eurem ganzen Scheißgeld so eine bescheuerte Musik zu machen: ‹Die standhafte...
Vor einigen Jahren erfüllte sich Ronald Stanton einen außergewöhnlichen Wunsch. 1987, mehr als zwanzig Jahre zuvor, hatte der New Yorker Geschäftsmann einen Opernabend erlebt, der sein Leben veränderte: die Aufführung von Jean-Baptiste Lullys Oper «Atys», mit der Frankreich damals den 300. Todestag des Komponisten würdigte. Nun, mit über 80, wollte Stanton diesen...
