Was für eine schöne Zeit!

Beim Amsterdamer «Opera Forward Festival» geht der Blick nicht nur nach vorne. In «We Are The Lucky Ones» erinnert Philip Venables wehmütig an den Wohlstand im Nachkriegs-Westen

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Dass das «Opera Forward Festival» der Zeit vorauseilen will, steckt ja schon in seinem Namen. Dass es sich sogar selbst überholt, erstaunt dann aber doch: Bereits während des laufenden Festivals stellte Sophie de Lint, die Intendantin der Amsterdamer Nationaloper, das Programm des kommenden Jahrgangs vor.

Das tat sie wohl auch deshalb, weil es 2026 eine Uraufführung geben wird, die auch im Kontext eines konservativeren Avantgarde-Festivals stattfinden könnte: Der niederländische Komponist Michel van der Aa komponiert eine «Filmoper» mit dem Titel «Theory of Flames», es soll darin um Wahrheit und Desinformation gehen. Man muss das erwähnen, weil die drei Musiktheater-Neuproduktionen dieses Jahres dem etablierten Neue-Musik-Betrieb ferner wirkten als die multimedialen Arbeiten van der Aas. Das ist natürlich Programm dieses Festivals, das in seiner ersten Ausgabe 2016 Saariahos «Only the sound remains» zur Uraufführung brachte und damit noch auf weitgehend vertrautem Terrain blieb.

Um solche klassischen Settings geht es heute nicht mehr, denn bei der Vorstellung des Programms für 2026 wurden auch stolz jene Zahlen für die aktuellen Produktionen präsentiert, die als eigentlicher ...

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Opernwelt Mai 2025
Rubrik: Magazin, Seite 80
von Regine Müller

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