Was bleibt von 2013/14?
Klappern gehört zum Handwerk. Dass es nicht reicht, einfach Gutes zu tun, ist nicht erst seit dem Siegeszug moderner Marketingstrategen eine Binsenweisheit. Man muss auch darüber reden. Und zwar öffentlich. Auf allen Kanälen. In allen Medien. Denn Aufmerksamkeit ist die knappste und deshalb besonders heiß umkämpfte Ressource des multimedial zerstreuten Menschen. Und Klappern können sie gut am Münchner Max-Joseph-Platz.
Das war schon so, als Peter Jonas noch den kommunikationsfreudigen Prinzipal des Nationaltheaters gab und den ehrwürdigen Tempel mit poppig-buntem Brit-Barock und Outreach-Programmen («Oper für alle») zum talk of the town machte. Und das ist erst recht so, seit der gelernte Schauspieler Nikolaus Bachler die Bayerische Staatsoper führt. Ein aufwändig gestaltetes Hausmagazin, Internet-TV, Blogs, via Live Stream ins World Wide Web eingespeiste Pressekonferenzen – der vor sechs Jahren vom Wiener Burgtheater nach München gewechselte Staatsintendant weiß genau, wie er das bestausgestattete und bestverkaufte Opernhaus Deutschlands ins beste Licht rückt – und sich selbst gleich mit.
Freilich nützt die schönste, zeitgeistig feinstabgeschmeckte Designer-PR ...
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Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 96
von
Man kann es aufregend oder niederschmetternd finden, bereichernd oder befremdlich. Fest steht jedenfalls, dass die aktuelle «Ring»-Produktion in Bayreuth durch auseinanderstrebende Kräfte gekennzeichnet ist. Und das in einer Weise, wie sie so extrem bei den Festspielen noch nie der Fall war. Was ist geschehen?
Zunächst die Inszenierung. Frank Castorf deutet den...
Hatten Sie die Rolle der Zdenka vor Salzburg überhaupt auf dem Radar?
Nein, gar nicht. Man ist ja als lyrische Sopranistin naturgemäß auf Mozart fokussiert, auf Susanna oder Pamina. Ich wurde zu einem Vorsingen bei Christian Thielemann in Dresden eingeladen, das war noch zu meiner Zeit im Münchner Opernstudio. Da ich nichts von Strauss im Repertoire hatte, er aber...
Erst stellte sie in Düsseldorf eine Ballettmusik vor, kurz darauf folgte in Mannheim ihre Dostojewski-Oper «Böse Geister». Ein Pandämonium vokal-phonetischer Effekte. Ein
Schattenreich aus Flüstern, Raunen, Schreien. Düstere, chorisch geprägte Klangarchitekturen. Die «Uraufführung des Jahres» hat Adriana Hölszky geschrieben. Aufsehen erregten darüber hinaus Mark...
