War was?
Anfang September nahm das Bolschoi Theater wieder den Spielbetrieb auf. Hinter der Bühne warnte ein Schild: «Es ist verboten, die Solisten zu umarmen. Bitte machen Sie keine Fotos mit dem Ensemble.» Zuvor war Russlands größtes Opernhaus für einige Monate geschlossen gewesen, seit dem späten Frühjahr wurden alle regulären Vorstellungen abgesagt, Neuproduktionen stillschweigend in die nächste Saison verschoben.
Nun aber brummte das Haus vor Aufregung: Man hatte Anna Netrebko als Zugpferd für Verdis «Don Carlo» verpflichtet, dazu den großen Bassisten Ildar Abdrazakov und Netrebkos Gatten Yusif Eyvazov. Der Medienzirkus rotierte auf Hochtouren.
Zwei Tage nach Wiederaufnahme der 2013 von Adrian Noble betreuten Inszenierung ging das Gerücht um, Abdrazakov sei positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Kurz darauf wurde Netrebko selbst ins Krankenhaus gebracht. Kaum war sie entlassen, sang sie auch schon wieder an der Scala, später auch am Mariinsky Theater in Sankt Petersburg. Unterdessen schickte das Bolschoi ein paar Mitarbeiter zum Test. Ansonsten lief alles weiter wie gehabt, Chor und Statisten agierten auf der Bühne, als sei nichts geschehen. Und mancher Star reiste gern aus dem ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2020
Rubrik: Magazin, Seite 58
von Aya Makarova
alpha
25./26.12. – 11.00 Uhr
Bach: Weihnachtsoartorium
Herkulessaal der Münchner Residenz, 2010
Konzert mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Peter Dijkstra.
S: Harnisch, Vondung, Schmitt, Immler
arte
04.12. – 05.00 Uhr
Jacques Offenbach in Köln
Philharmonie Köln, 2012
Konzert mit Auszügen aus...
Eine einzige Arie hat der Fürst Gremin in «Eugen Onegin» zu singen – Sava Vemić beschert sie am Gärtnerplatztheater dennoch den größten Szenenapplaus des Premierenabends. Und zu Recht. Einen Bass von solch authentischer Schwärze und derart wohlgerundeter Klangfülle hat in einer an tiefen Stimmen armen Zeit nicht jedes Haus in seinem Ensemble. Wie man hier...
61. Jahrgang, Nr 12
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752339
REDAKTION OPERNWELT
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de
REDAKTION
Jürgen Otten (V. i. S. d. P.)
Albrecht Thiemann
REDAKTIONSBÜRO
Andrea Kaiser | reda...
