Wagner, Cavalli und ein Musical

Der Neustart am Dortmunder Opernhaus unter Jens-Daniel Herzog lässt auf die lang ersehnte Wende hoffen

Opernwelt - Logo

Der Dortmunder Oper war in letzter Zeit nicht viel Fortüne beschieden. Gefangen in einer fatalen Abwärts­spirale war das Haus zuletzt nur noch mäßig besucht. Die langjährige Opernchefin Christine Mielitz war 2002 in der Hoffnung engagiert worden, das von ihr verantwortete Meininger Theaterwunder in Dortmund zu wiederholen, hatte aber nach viel versprechendem Beginn nicht die erwünschten Erfolge eingefahren und schließlich nach langen, quälenden Querelen ihr Amt vor einem Jahr vorzeitig aufgegeben. Nach führungsloser Zeit soll nun Jens-Daniel Herzog das Haus wieder nach vorne bringen.



Seine erste Saison hat er mit gleich drei Musiktheaterpremieren in kurzer Folge eröffnet, die deutlich die Eckpunkte der Neuausrichtung markieren. Mit der ersten Premiere, Richard Wagners «Der fliegende Holländer», gab Herzog auch seine Visitenkarte als Regisseur ab und knüpfte damit bewusst an die Wagner-Tradition des Hauses an. Nur eine Woche später folgte die frühbarocke Rarität «L’Eliogabalo» von Francesco Cavalli, schließlich ging David Yazbeks Musical «Ganz oder gar nicht – The Full Monty» nach dem gleichnamigen Oscarprämierten Film von Peter Cattaneo über die Bühne. Ein breites Spektrum, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Dezember 2011
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Regine Müller

Weitere Beiträge
Kleinmütig

Diese erste Premiere nach dem Abgang von Kirsten Harms als Intendantin hätte ein Signal des Aufbruchs werden können. Diese Chance wurde verschenkt. Das begann schon mit der Entscheidung für die landläufig gespielte vieraktige Fassung von Verdis «Don Carlo», die zwar musikalisch, aber weniger dramaturgisch stringent ist. Das setzte sich fort mit der Wahl des...

TV-Klassiktipps

ARTE
1./7./13./19.12. – 6.00 Uhr
Gesangwettbewerb
«Régine Crespin».
Orchestre National de France, Ber-
trand de Billy. Moderation: Chiara Muti.

2./8.12. – 6.00 Uhr
Paavo Järvi interpretiert
Schumann und Mozart. Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Solistin: Alina Ibragimova.

4.12. – 6.05 Uhr
Musik – ein Fest fürs Leben.
Dokumentation von Alexander Lück und Daniel Finkernagel...

Staatsakt für Riccardo Muti

Die größte Ehre kommt noch. Wie am Rande der Verleihung des Birgit-Nilsson-Preises in Stockholm bekannt wurde, wird die schwedische Sopranistin auf dem neuen 500-Kronen-Geldschein ihres Heimatlandes verewigt, demnächst. Damit dürfte sie die Sängerin mit der größten Häufigkeit im Portemonnaie ihrer Landsleute sein. Sie hätte gelacht darüber. Und Grund gehabt.

Denn...