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Sinnsuche
Eine Oper? Noch vor einigen Jahren war Rebecca Saunders sicher, dass dieses Genre nichts für sie sei. Zu komplex, zu weit weg von ihren Idealen. Nun hat die britische Komponistin ihre Meinung geändert. An der Deutschen Oper Berlin kommt ihr Musiktheater «Lash» auf ein Libretto, das sie gemeinsam mit dem Videokünstler Ed Atkins geschrieben hat, heraus. Wir hören mal hin

Welttheater
Die Vorlage ist, vorsichtig gesagt: üppig.

Karl Kraus’ (Anti-)Theaterstück «Die letzten Tage der Menschheit» bietet sich nicht gleich auf den ersten Blick für eine Vertonung an. Der französische Komponist Philippe Manoury traut sich dennoch – und hat auf dem Gebiet einige Erfahrung. An der Oper Köln wird sein Werk uraufgeführt. Wir sind dabei

Kriminalfal
Seine Oper «South Pole», 2016 als Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper in München aus der Taufe gehoben, machte Miroslav Srnka auch einem internationalen Publikum bekannt. Sein neues Werk mit dem hübschen Titel «Voice Killer» erlebt nun am Musik-Theater an der Wien seine Uraufführung. Der Stoff ist hart, wir fahren dennoch hin

Deutschstunde
Bis heute scheidet die «Rote Armee Fraktion», kurz RAF, in unserem Land die Geister: Viele halten sie ...

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Opernwelt Juli 2025
Rubrik: Impressum, Seite 80
von

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Melancholie des Seins

Es war ein Ritterschlag. Franz Lehár, der von Zeitgenossen wie Karl Kraus oder Richard Strauss Geschmähte, durfte am 20. Jänner 1934 seine Uraufführung an der Wiener Staatsoper landen, dem musikalischen Musentempel schlechthin der alten k. u. k. Monarchie. Nicht Oper, nicht Operette: «Musikalische Komödie» hat der damals bald 64-Jährige sein letztes Bühnenwerk...

Kühle Zwitschermaschine

Das Jahr 2024 war für den Dirigenten François-Xavier Roth kein gutes. Sein bis 2025 laufender Vertrag als Kapellmeister des Gürzenich-Orchesters wurde vorzeitig beendet, das von ihm gegründete Originalklangorchester Les Siècles trennte sich von ihm. Roth hatte unaufgefordert Text- und Bildnachrichten mit sexuellem Inhalt an Musikerinnen und Musiker verschickt. Roth...

Hundert Jahre Abgrund

Am «Woyzeck» hat Regie-Altmeister Johan Simons einen richtigen Narren gefressen. Dreimal brachte er Georg Büchners Schauspiel auf die Bühne, zuletzt in einer Koproduktion von Burgtheater, Schauspielhaus Bochum (wo Simons seit 2018 Intendant ist) und Akademietheater. 2019 erhielt diese den Nestroy-Preis für die beste Regie. Jetzt nahm sich Simons, der in diesem Jahr...