Vorschau und Impressum 7/24
Große Stimme
Ihren Durchbruch feierte sie 2008 als liebende Kriegerin in Othmar Schoecks «Penthesilea». Seither eilt Tanja Ariane Baumgartner von Erfolg zu Erfolg und gilt inzwischen völlig zu Recht als einer der führenden Mezzosoprane unserer Zeit. Darstellerische Klugheit verbindet sich dabei mit einer warmtönenden und facettenreichen Stimme. Ihre Spezialität sind, ganz gegen ihr Naturell, böse oder neurotische Frauen. Ein Gespräch
Große Kunst
Sie ist mehr als nur Sängerin – ein Ereignis.
Wer Marie Smolka zuletzt als Simplicius in Innsbruck erleben durfte, kann davon ein beeindrucktes Lied singen. Auch als Susanna, Sophie, Nedda oder Agathe hat sie Maßstäbe gesetzt. Höchste Zeit für ein Treffen
Großes Talent
Ihre Schule war hart: die Gnessin-Akademie in Moskau. Dort hat Alyona Rostovskaya ihr Handwerk erlernt. Seit der Spielzeit 2023/24 ist die Sopranistin Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und hat dort mit tollen Rollenporträts das Publikum nachhaltig verzaubert. Ein Porträt
Großer Ausdruck
Sie ist Songwriterin, Bildhauerin, Schauspielerin und Lyrikerin. Ihre Idole heißen Patti Smith, Bob Dylan, Jimi Hendrix, Samuel Barber und Erik Satie. Für Ivo von Hoves ...
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Opernwelt Juli 2024
Rubrik: Impressum, Seite 82
von
Die Geschichte ist alt. Sehr alt. Wir finden sie in der Bibel, im «Buch der Richter», Kapitel 16. Und schon der Beginn lässt einen erschaudern: Die Geschichte spielt in Gaza, und sie handelt vom Sterben. Simson, von Gott als Nasiräer geweiht, kommt nach Gaza, geht zu einer Dirne und wird dafür von den Menschen dort gehasst. Sie wollen ihn umbringen, doch Simson...
Er konnte auch anders. Und, kaum zu glauben, manchmal entdeckte Theodor W. Adorno, großer (Lehr-)Meister der dialektischen Verschachtelung, in sich den Literaten. So beispielsweise in jenem Aufsatz aus den «Moments musicaux» von 1934, der später Eingang in Adornos Beethoven-Buch fand. «Die Reife der Spätwerke bedeutender Künstler», lesen wir da leicht amüsiert (und...
Beethovens einzige Oper «Fidelio» hat schon vieles über sich ergehen lassen müssen: Kürzungen, Striche, Umstellungen, neu geschriebene Dialoge – und seit Wieland Wagners Stuttgarter Inszenierung 1954 oft auch deren kompletten Ersatz durch verbindende literarische Zwischentexte. Zum Beethoven-Jahr 2020 (wegen Corona erst jetzt uraufgeführt) verpasste ihr die...
