Vorschau und Impressum 4/23
Klangzauberer
Als junger Mann verachtete er die Oper. Doch seit Langem zählt Pascal Dusapin zu den führenden Komponisten des neuen Musiktheaters. Seine hochexpressiven Werke, zuletzt «Macbeth Underworld» und «Il Viaggio, Dante», führen uns in die Tiefen und zu den Abgründen menschlicher Existenz. Ein Gespräch
Kosmopolitin
Als Studentin hat sie noch den großen Götz Friedrich erlebt. Und vermutlich wurde auch ihre Neigung für die Bühnenwerke Richard Wagners durch diesen Regisseur vertieft.
Nach diversen «Ring»-Deutungen inszeniert Jasmin Solfaghari nun am Goetheanum in Dornach das Bühnenweihfestspiel «Parsifal». Wir sind dabei
Crossover-Musiker
Ein Multitalent. Tyshawn Sorey spielt nicht nur virtuos Schlagzeug, Posaune und Klavier, er ist auch als Komponist und Musikpädagoge tätig. Für das Opera Forward Festival in Amsterdam hat er das Stück «Perle Noire» geschrieben. Wir hören und sehen es uns an
Kunsttempel
Für ihre ambitionierten und außergewöhnlichen Musiktheaterprojekte wurde die Icelandic Opera vielfach ausgezeichnet. In der Hauptspielstätte Harpa, einem gläsernen Konzert- und Kongresshaus, wird jetzt Giacomo Puccinis Musikdrama «Madama Butterfly» neu inszeniert. Grund genug, ...
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Opernwelt April 2023
Rubrik: Impressum, Seite 80
von
Ein Königreich für eine Wampe, pardon, für ein Embonpoint? Nicht in Nürnberg. Claudio Otellis Falstaff ist zwar kein James Dean und auch kein Casanova – ein Fettwanst aber ebensowenig. Seine Baritonstimme gleicht der Figur. Leicht füllig ist sie, dabei durchaus gelenkig, weder überbordend noch schwammig, eher stabil, gutsitzend in Mittellage wie Tiefe und...
Um pointiert-scharfzüngige Worte war sie nie verlegen. Und um individuelle Sprachbilder auch nicht. Elfriede Jelinek, die große österreichische Schriftstellerin und Dramatikerin, hat sich mit ihren Romanen, Theaterstücken und essayistischen Gedankensteinbrüchen einen Platz im Olymp der Schreibkünstlerinnen und -künstler längst verdient. Dabei war es der...
Als Bub erlebte Friedrich Cerha, 1926 in Wien geboren, den Österreichischen Bürgerkrieg. Es war 1934, Cerha war acht Jahre alt; sein Vater führte ihn über die «Schauplätze» des Krieges. Bleibende Eindrücke. Möglicherweise entstand hier der Vorsatz, es selbst besser zu machen. Anders, klüger. In dieser Zeit erhielt das Kind längst Geigenunterricht, und schon bald...
