Vom Kino inspiriert

Giordano: Fedora am Theater Genf

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Was kann uns ein Thriller aus dem späten 19. Jahrhundert sagen? Das Wüten der zaristischen Geheimpolizei in Sankt Petersburg und Paris? Für Adepten des sogenannten «Regietheaters» gibt es nur eine Antwort: Aktualisieren! So beginnt Umberto Giordanos «Fedora» in Genf mit einer Videosequenz auf dem noch geschlossenen Vorhang. Der vielgefragte Regisseur Arnaud Bernard hat sich von «kompromat» inspirieren lassen, dem russischen Wort für die Fabrikation kompromittierenden Materials durch Geheimdienste.

Wenn High-Tech in deren Kommandozentrale gezeigt wird, soll das wohl auf Wladimir Putins Terror-Regime zielen. Oder doch nicht? Im Programmheft ist vage von der «post-glastnost»-Ära (immer mit einem überzähligen «t») die Rede. Auch wenn man spontan an den mörderischen Umgang der heutigen russischen Führung mit der eigenen Bevölkerung denkt – meint Bernard vielleicht doch eher die Zeit vor 1999? So genau scheint er es gar nicht wissen zu wollen. Vielleicht sorgt er sich als einer der bevorzugten Regisseure in Valery Gergievs Mariinskij-Imperium um seine Präsenz im Reich des Kreml-Despoten (wie heißt er noch?).

Sei’s drum: Das Intrigengeflecht in Giordanos Oper nach einem Drama desselben ...

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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Anselm Gerhardt

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ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung
 

DEUTSCHLAND

Aachen
Theater Aachen

www.theateraachen.de 
- Mozart, Die Zauberflöte: 2., 25.
- Offenbach, Orpheus in der Unterwelt: 8. (P), 15., 23. ML: Chung, I+B: Dijkema, K: Tadéoni - Kemp, Vom Fischer und seiner Frau: 13., 14., 28.

Altenbur...